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RE: GUESTBOOK - 2


#16

RE: GUESTBOOK

in DREAMS IN LONDON 26.01.2019 19:17
von Dreams in London
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Es heißt ja immer „New Year, New Me“ und obgleich das neue Jahr nun schon seit einer kleinen Weile aktuell ist, haben wir uns jetzt endlich auch diesen Spruch einmal als Devise gefasst und ein „New Me“ gestaltet. Mit neuem Charme, neuer Ausstattung und vor allem neuem Design kehren wir aus dem Wartungsmodus zurück. Es gibt einiges zu entdecken in dem nach wie vor frühlingshaften Design, aber darüber wollen wir nun gar nicht mehr weiter reden, schließlich sind wir eigentlich für euch gekommen – unsere Partner!
Wir wollten uns an dieser Stelle einfach mal bei euch bedanken, dass ihr in den knapp drei Monaten unserer Existenz so sehr zu uns gestanden, uns mit eurer Partnerschaft unterstützt habt! Ohne Jemanden, der einem zur Seite steht, ist das Leben bekanntlich nur halb so schön und da wir sehr froh darüber sind, euch an unserer Seite zu wissen, wollen wir euch diesen kleinen Blumenstrauß hier hinterlassen.



Vielen Dank für eure Unterstützung und die wundervolle Partnerschaft!
Auf weitere Monate des fröhlichen Schreibens!

Euer Dreams in London-Team
Harrison McAvoy | Alistair McCallum | Emilia McCallum | Catriona Blair McKenzie | Ichabod Galloway | Bamidele Diallo

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#17

RE: GUESTBOOK

in DREAMS IN LONDON 27.01.2019 20:26
von Dreams in London
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Es ist der 27. Januar 2019, der erste Monat des neuen Jahres ist so gut wie vorbei und wir hoffen, dass ihr euch alle pudelwohl durch den Januar geschoben habt. Ich weiß ja nicht wie es euch geht, aber die letzten Wochen scheinen beinahe wie im Flug vergangen zu sein. Aber mit solchen Gedankengängen möchte ich euch gar nicht langweilen, denn das Dreams in London ist einmal mehr vorbeigekommen um euch ein paar historische Fakten – zum schmunzeln, faszinieren oder einfach nur weil man an unnützen Wissen ja eigentlich nie genug haben – da zulassen. Also springen wir gleich einmal in die Vergangenheit hinein und sehen, was der 27. Januar so zu bieten hat.

Zuerst einmal eine kleine Nachricht an alle Geburtstagskinder, die heute in ein weiteres Lebensjahr starten. Habt ihr gewusst, dass ihr euren Geburtstag nicht nur mit Lewis Carroll (1832) dem Autor von Alice im Wunderland, sondern zudem mit Wolfgang Amadeus Mozart (1756), dessen Musische Meisterwerke ich wohl nicht aufzählen muss, teilt? Gleich zwei kreative Genies, die wohl den meisten unter uns zumindest namentlich bekannt sein dürften.

Im Jahr 1671 warf Henry Morgen, einer der berüchtigsten und gleichzeitig erfolgreichsten Piraten der Geschichte, welcher im späten 17. Jahrhundert die karibischen Kolonien Spaniens unsicher machte, vor Panama City den Anker aus. Nur einen Tag später hatte er die Stadt eingenommen. Es ist schon leicht zu vergessen, dass das Piratenzeitalter nicht ganz so glorreich und romantisiert war, wie so manches Medium, egal ob nun Buch, Film oder Show es auch darstellen mag. Mich für meinen Teil hält das aber dennoch nicht davon ab die Freibeuter verdammt faszinierend zu finden.

Zu guter letzt habe ich noch eine Information für euch dabei. Am 27. Januar 1926 führte der schottische Erfinder John Logie Baird den ersten richtigen Fernseher in London vor. Damit startete er eine wahre Revolution im Punkto Kommunikation und Entertainment. Zu sehen waren auf dem Bildschirm an jenem Tag die Köpfe zweier Bauchrednerpuppen, welche er selbst – außerhalb des Blickfeldes seiner Zuschauer – vor dem sogenannten "camera aperatus" bediente. Er nannte sein Gerät den "televisor". Zwar war Baird nicht der erste, der an einem solchen Gerät, welches mit mechanisch rotierenden Scheiben, die bewegte Bilder in elektrische Impulse scannten, welche wiederum per Kabel an einen Bildschirm übertragen wurden, wo sie sich als hell und dunkel auflösendes Muster zeigten, arbeitete und es ist ein offenes Geheimnis, dass er dieses Prinzip auf die von dem deutschen Wissenschaftler Paul Nipkow im Jahr 1884 patentierte Idee eines kompletten Fehrnsehsystems, basierte, doch war er der erste, dem es gelang klar erkennbare Bilder zu erzielen.
Und mit diesem unglaublich langen Schachtelsatz entlasse ich euch Lieben nun in den Rest dieses Sonntagabends.


Geschichtsträchtige Grüße wünscht das Chaos Team aus London
Harrison McAvoy | Alistair McCallum | Emilia McCallum | Catriona BlairMcKenzie | Ichabod Galloway | Bamidele Diallo

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#18

RE: GUESTBOOK

in DREAMS IN LONDON 31.01.2019 21:07
von Dreams in London
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Last die Fanfaren und Posaunen erklingen, der erste Monat des neuen Jahres ist geschafft... nun gut ein paar kleine Stunden liegen wohl doch noch vor uns. Aber ich nehme an, dass wir auch diese noch bezwingen werden. Doch wie heißt es so schön? Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben – oder in diesem Fall vor der Mitternacht, aber wer zählt schon Erbsen? Apropos Tag, ich hoffe ihr werdet entschuldigen, dass unsere Grüße heute ein wenig anders aussehen werden, als ihr es gewohnt seid. Zwar habe ich auch heute einen Fakt für euch dabei, aber dieser hat mich leider ein wenig vom eigentliche Ziel meiner Recherche abgelenkt. Ich hoffe, dass ihr das, was ich zu sagen habe, dennoch ganz interessant finden werdet.

Im Jahr 1679 prämierte Jean-Baptiste Lullys Oper "Bellerophon" im Palais Roya in Paris. Sicher fragt ihr euch nun, warum dieser Fakt so interessant ist und ich muss gestehen, dass ich ihn aus reinem Eigeninteresse hier niederschreibe. Ich entschuldige mich also im Voraus, da nun der gewaltige Fan griechischer Mythologie, der tief in mir schlummert, mit mir durchbrechen wird und euch die Geschichte von Bellerophon – welche in der Oper übrigens stark abgeändert dargestellt wird – erzählen wird. Das interessanteste an unserem Helden ist wohl, dass er durch seine eigene Hybris gestürzt wurde. Aber fangen wir doch ganz am Anfang an.

Bellerophon (oder Bellerophontes) war ein Sohn des Meeresgotts Poseidon, anders als sein fiktiver Halbbruder Percy Jackson erbte er jedoch nicht die coolen Kräfte seines Vaters. Ganz im Gegenteil, seine einzige Superkraft schien wohl darin zu bestehen von anderen Leuten irgendwo hingeschickt zu werden. Aber dazu kommen wir erst noch. Bellerophon wuchs in Korinth auf und hatte eigentlich ein ganz angenehmes Leben, bis er eines Tages aus Versehen seinen Bruder erschlug (an dieser Stelle habe ich zwei Dinge anzumerken. Einerseits bin ich mir selbst nicht vollkommen sicher, wie der gute Herr es wohl geschafft hat seinen Bruder aus Versehen zu erschlagen und anderseits ist dieser kleine Fakt des Mythos je nach Quelle etwas unterschiedlich. Nicht nur hat besagter Bruder drei verschiedene mögliche Namen, sondern zudem gibt es auch eine Version in der Bellerophon nicht seinen Bruder erschlug sondern "lediglich" einen Mitbürger namen Belleros ermordete – vielleicht mochte er ihn nicht, da er den Anfang seines Namens nicht teilen wollte, wer weiß

Bellerophon wurde aus Korinth verbannt und kam zu König Proitos aus Tiryns, von dem er hoffte, dass er ihn von dieser Tat reinigen könnte. Doch bevor es so weit kam, begann die Frau des Königs unseren jungen Helden zu begehren. Bellerophon, der – vom Brudermord einmal abgesehen – anscheinend eine gute Erziehung genossen hatte, wies die Königin ab, woraufhin diese, aus Kränkung heraus, dem König berichtete Bellerophon hätte versucht sie zu verführen. König Proitos glaubte seiner Gattin, doch anstatt Bellerophon selbst für die vermeintliche Tat zu bestrafen schickte er ihn fort zu König Iobates nach Lykien. Er gab ihm zudem einen Brief für besagten König mit, in welchem stand, dass er Bellerophon töten müsste, da Proitos Frau die Tochter Iobates war.
Doch als Iobates die Nachricht las, hatte er sich bereits mit Bellerophon angefreundet und er fürchtete die Rache der Erinnyen, sollte er den jungen Helden selbst umbringen. Also beschloss er ihm eine tödliche Aufgabe aufzuerlegen. Wer in diesem Moment Ähnlichkeiten zu dem Mythos des Herakles sieht, welcher von einem König ebenfalls tödliche Aufgaben auferlegt bekam, liegt nicht falsch, aber die Griechen vermischten und änderten ihre Mythen gerne. Ihr glaubt mir nicht? Na, dann fragt mal Dionysos.

Doch zurück zu Bellerophon. Seine erste Aufgabe war es die scheußliche Chimära zu töten. Sie hatte den Kopf eines Löwen, den Körper einer Ziege und den Schwanz einer Schlange. Zudem konnte sie Feuer speien. Kein leichtes Unterfangen, doch es gelang unserem Helden. Denn dank der Göttin Athene, die ihm ein goldenes Halfter zu Verfügung stellte, konnte er das geflügelte Pferd Pegasus zähmen. Wieder eine Parallele zu Herakles, fragt ihr euch? Nun... nein, leider muss ich euch da enttäuschen, denn egal was Disney versucht uns vorzumachen, Pegasus war nie ein Begleiter des Sohn von Zeus.
Mit Pegasus Hilfe konnte er das Monster finden, doch es war schwer die Chimära zu besiegen. Bellerophon jedoch war triumphierend. Denn als er den feurigen Atem der Bestie auf seiner Haut spürte hatte er eine Idee. Er nahmen einen Klumpen Blei und befestigte diesen an seinem Speer. Als die Chimära das nächste mal ansetzte um Feuer zu speien, rammte er dem Wesen den Klumpen in den Rachen. Das Blei schmolz und die Chimära erstickte. Kein sonderlich schönes Ende, doch seit wann haben Monster in der griechischen Mythologie schöne Enden? Zutiefst missverstandene Wesen, ich weiß, ich weiß.

Nach seinem Erfolg wurden Bellerophon noch weitere Aufgaben auferlegt. Jede tödlich und jede bewältigte der junge Halbgott. Dies ging so weit, dass König Iobates irgendwann aufgab, denn offensichtlich hatte der junge Mann mindestens einen Gott auf seiner Seite und mit den Göttern legte man sich besser nicht an. Also gab er Bellerophon die Hälfte seines Königreichs und seine Tochter zu Frau. Alles hätte so schön sein können... und dann war da die Hybris.
Bellerophon, müsst ihr wissen, hatte einen fatalen Fehler, er bildete sich verdammt viel auf seine Heldentaten ein. Und es kam wie es kommen musste. Eines Tages fragte er sich, warum er, wo er doch so viel geleistet hatte, noch immer auf der Erde verweilen musste, wenn sein Platz doch eindeutig auf dem Olymp neben den Göttern war? Und da er ein fliegendes Pferd hatte zählte er eins und eins zusammen, schwang sich in den Sattel und beschloss sich den Göttern zu stellen.
Dies bemerkte Zeus. Und wenn es eines gab, dass Zeus – auch wenn er eigentlich keinen Raum zu urteilen hatte, da er selbst voller Hybris steckte, aber die Götter waren nun mal nicht nur verdammt stolz sondern auch verdammt scheinheilig – nicht ausstehen konnte, dann waren das Sterbliche, die sich ihres eigenen Platzes nicht bewusst waren. Also schickte er eine Bremse, die Pegasus stach und das Pferd zum aufbäumen brachte. Bellerophon fiel aus dem Sattel und stürzte zurück auf die Erde. In manchen Versionen des Mythos verstarb er, in anderen landete er in einem Dornenbusch und war fortan verdammt als Krüppel zu leben. Was davon nun stimmt kann ich leider nicht sagen, aber eines ist sicher. Hochmut kam nicht nur für Ikarus wortwörtlich vor dem Fall.

So, heute also nur ein Fakt und dazu ein Mythos. Ich hoffe es hat euch dennoch ein kleines bisschen gefallen.
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#19

RE: GUESTBOOK

in DREAMS IN LONDON 02.02.2019 20:51
von Dreams in London
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Heute ist es wieder soweit. Es ist Samstag Abend und entweder man hat schon einen fixen Plan, was man heute machen wird oder man ist noch unentschlossen und endet auf dem Sofa. Selbst ich bin noch zwiegespalten, was meine Aktivität heute Abend sein wird, was aber so sicher wie das Amen in der Kirche ist, ist dieser Beitrag, indem ich euch wieder soviel Informationen wie möglich zukommen lassen werde. Also fangen wir mal an, was dieser Tag in der Vergangenheit so alles zum Vorschein gebracht hat.

Es beginnt mit dem Jahr 1141. Der englische Bürgerkrieg, welcher sich hauptsächlich aus der Nachfolge König Heinrichs I, entwickelte, hatte einen Sieg auf Seiten Matildas zu verbuchen. Am 2. Februar fand die Schlacht von Lincoln statt, wo König Stephan in Gefangenschaft geriet. Es gab eben doch einige unter den Adligen, die den Wunsch des alten Königs respektierten und daher Matilda, seine Tochter, bei dem Versuch, die Nachfolgerin zu werden, unterstützten. Es muss gesagt werden, dass Stephan ihr Cousin war und sicherlich auch einen Thronanspruch hatte. Jedoch hätte er sich doch nicht den Wunsch Heinrichs wiedersetzen sollen und sich stattdessen zum König krönen lassen müssen. Das eine Frau es zur damaligen Zeit nicht einfach hatte, werden wir heute noch an anderer Stelle bemerken, aber wer wusste schon, wofür es gut war? Immerhin kam nach Stephan der Sohn Matildas auf den Thron und meine liebste Dynastie kam an die Macht. Die Plantagenets. Heinrich II erlangte wohl auch Bekanntheit, da er mit der schillerndsten Frau des Mittelalters verheiratet war. Eleanor von Aquitanien, mit welcher er unzählig viele Kinder hatte, worunter zwei es wohl ganz besonders häufig in die Geschichtsschreibung geschafft hatten. Richard Löwenherz mit seinen Kreuzzügen und Johan Ohneland, der angeblich aus einer Vergewaltigung unter den Eheleuten, entstand.

Im Jahr 1461 feierten die Yorkisten in der Schlacht von Mortimers Cross einen Sieg über die Lancastrianer. Angeführt wurden die Lancrastrianern von Owen und Jasper Tudor. Dieser Sieg ebnete den Weg zur Krönung von Edward, Earl of March, zum englischen König noch im selben Jahr. Das die Rosenkriege zwischen den Häusern insgesamt 30 Jahre lang dauerte, habe ich vermutlich schon einmal erwähnt. Es fand auch ein reger Wechsel auf dem Thron statt. Wenn es nicht Edward IV war, dann eben Henry VI. Beide Häuser stammen von der Plantagenet Linie ab. Dem Einzigen, dem dieser Streit zugute kam, war tatsächlich den Tudors, die nach den Plantagenets den Thron Englands bestiegen.

Und schon geht es weiter mit den Plantagenets. Zumindest indirekt. Joan de Geneville wurde am 2. Februar 1286 zur Welt gebracht. Eigentlich nichts aussergewöhnliches, oder? Es kamen und gingen viele englische Adelige, aber meiner Meinung nach, wurde ihr echt übel mitgespielt. Ihre Vorfahren waren alles fleissige Menschen und hatten Unmengen an Ländereien. Nicht nur in England, sondern ebenso in Wales und Irland. Als ihr Vater im Jahr 1292 verstarb, entschied sich ihr Grossvater dazu, sie als Erbin für all seiner Besitzungen einzutragen und so wurde sie doch sehr rasch sehr vermögend. Vielleicht auch ein Grund, warum ihr Gemahl kein geringerer als Roger Mortimer of Wigmore wurde. Mit gerade einmal 15 Jahren wurde sie dessen Frau und in den ersten drei Jahren schenkte sie Roger bereits zwei Kinder. Das es am Ende doch tatsächlich 12 Kinder wurden, denen sie das Leben schenkte, zeigt wohl in etwa auf, wie sehr sie sich innerhalb dieser Verbindung engagierten. Joan begleitete ihren Mann auch stets und wich nicht von seiner Seite, was wohl zur Folge hatte, dass sie im Jahr 1318 in die Innerpolitischen Konflikte gezogen wurde bzw. viel mehr ihr Mann. Um es kurz zu halten, wurde ihr Mann im Jahr 1322 von König Edward II gefangen genommen und in den Tower gesperrt, welcher aber irgendwann türmen konnte und sich nach Frankreich absetzte, wo er eine Liasion mit Isabelle anfing, welche zufälligerweise die englische Königin war. Joan war in der Hinsicht wohl die Leidtragende, hatte sie nicht nur ihren Mann verloren, sondern ebenso wurde auch sie unter Arrest gestellt und ihr all ihre Besitzungen genommen. Lediglich ein 5 Personen Haushalt blieb ihr erhalten. Selbst ihre Kinder wurden aufgeteilt, die älteren Söhne wurden auf diversen Burgen inhaftiert und ihre Töchter ins Kloster gesteckt. Im Jahr 1326 landeten Isabelle und Mortimer in England und stürzten die Herrschaft von Edward II. Obwohl Mortimer nun wieder in England war und die Herrschaft innehatte, kehrte er nicht zu Joan zurück, obwohl sie nach wie vor verheiratet waren. Welch eine Schmach sich die junge Joan hingeben musste und weil das nicht genug war, wurde sie nach dessen Stürzung durch Edward III ebenso des Verrats beschuldigt, obwohl sie nicht einmal am königlichen Hof weilte. Ihr wurde sogar der Titel aberkannt, den sie erst Im Jahr 1336 zurück erhielt. Ein faires Leben sieht tatsächlich anders aus, oder?

Da ich ohnehin schon wieder den Rahmen gesprengt habe, werde ich es nun kurz machen. Im Jahr 1650 kam die englische Schauspielerin und Mätresse des englischen Königs Karl II zur Welt. Ihr Spitzname war Pretty Witty Nell, der ihr aufgrund ihres Witzes und ihrer spitzen Zunge zuteil wurde. James Chalmers erblickte am heutigen Tag im Jahr 1782 das Licht der Welt. Dieser war Druckereibesitzer und Zeitungsverleger und ihm wird mit zwei weiteren Personen, die Erfindung der Briefmarke zugesprochen. Am 2. Februar kam auch Sid Viciouis zu Tode. Er war ein Punk-Musiker und der Bassist von den Sex Pistols. Er setzte sich eine Überdosis und wurde gerade einmal 22 Jahre alt. Der berühmteste Song der Gruppe, ist wohl «God save the Queen».

Ja, das war es auch schon wieder von der London-Crew. Wir wünschen euch allen einen wundervollen Samstag Abend.

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#20

RE: GUESTBOOK

in DREAMS IN LONDON 03.02.2019 20:00
von Dreams in London
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Oh weh der Sonntag ist schon wieder da. Egal, was ihr am gestrigen Tage angestellt habt, ich hoffe, ihr könnt euch am Ruhetag namens Sonntag auch wirklich erholen. Immerhin ist es wichtig, fit und munter in die Herausforderung der neuen Woche zu starten. Aber nun genug geredet, ich scheine heute voller Elan und Energie zu sein, weswegen ich euch nun mal alle wichtigen Informationen zusammentrage, welche sich am heutigen Tag vor Jahrzehnten, Jahrhunderten oder gar Jahrtausende zugetragen haben.

Am 3.2.1830 erklärten Grossbritannien, Frankreich und Russland am Ende der Griechischen Revolution im Londoner Protokoll die Gründung Griechenlands und garantieren seine Unabhängigkeit vom Osmanischen Reich.
Die Amerikaner können wohl den Briten danken, dass sie heutzutage Papiergeld besitzen, denn im Jahr 1690 kam in der britischen Massachusetts Bay Colony das erste Papiergeld in Amerika in Umlauf.
Erfolge feiern konnte Admiral George Rodney im Jahr 1781 als er mit einer britischen Streitmacht im Englisch-Niederländischen Krieg kampflos die Karibik-Insel Sint Eustatius aus niederländischem Besitz, erobert.

Das Jahr 1478 ist geschrieben und kein geringer als Edward Stafford, 3. Duke of Buckingham erblickte das Licht der Welt. Was so besonders an ihm war? Er zählte zu seiner Zeit als reichster Magnat und wurde durch Heinrich VIII wegen Hochverrats hingerichtet. Ihm wurde vorgeworfen, scharf auf den Thron des Tudors zu sein, obwohl er sich sein Leben lang aus den politischen Machenschaften herausgehalten hatte. Anspruch hatte er tatsächlich als Nachfahre John of Gaunts und Thomas of Woodstock, jüngster Sohn von Edward III, aber er hatte wohl weniger die Ambitionen. Auf den Mund gefallen war er auf jeden Fall nicht und äusserte wohl auch ziemlich häufig Dinge, die ein König – besonders wenn dieser Heinrich Tudor hiess – nicht hören wollte. Einen grossen Teil zu seinem Tod, trug wohl Kardinal Wolsey bei, der eine hohe Stellung bei Henry VIII hatte. Wie es zu dieser Zeit üblich war, verloren die Staffords den Anspruch auf ihre Güter in England, sowie in Südwales. Diese erhielt der Sohn Edwards erst nach dem Tod des Königs zurück, wenn auch nicht alles.

George Adamson erblickte am heutigen Tag im Jahr 1906 das Licht der Welt. Er war ein britischer Naturforscher und beim Durchstöbern seiner Person, stand für mich fest, dass ich den Herrn erwähnen muss. Im Jahr 1924 reiste er das erste Mal nach Kenia und vierzehn Jahre später trat er dem Kenia Game Department bei, arbeitete als Wildhüter und führte Safaris. Er heiratete im Jahr 1944 Friederike-Viktoria Bally, welche ebenso Naturforscherin war. Alles nichts aussergewöhnliches, aber ihr Leben änderte sich tatsächlich im Jahr 1956. George fand 3 Löwenbabys, deren Mutter erschossen worden war. Er nahm sie auf und zog sie gross. Nach 6 Monaten gab er die zwei grössten der Löwenbabys nach Rotterdam ab und die kleine Elsa blieb vorerst bei der Familie Adamson. Im Alter von zwei Jahren begann ihre langsame Auswilderung. Die Frau Georges hielt alles schriftlich fest und verfasste kurzerhand das Buch Frei geboren. Eine Löwin in zwei Welten, deren Erlös der Tierschutzorganisation ‘Elsa Wild Animal Appeal’ zugute kam. Tiere vergessen nie, wenn man sie gut behandelt, weswegen es wohl eine Art Dankeschön war, dass Elsa nach ihrer endgültigen Freilassung mit drei Jungen zurückkehrte. Daraus entstand ein weiteres Buch mit dem Titel «Die Löwin Elsa und ihre Jungen». Sogar BBC hat die Lebensgeschichte der Löwenmama verfilmt. Ab 1963 gab George den Posten als Wildhüter auf und widmete seine Zeit vor allem der Beobachtung und Erforschung der Löwen. Beide gaben ihr Leben den Tieren, weswegen es wohl doch sehr traurig ist, dass beide einem Verbrechen zum Opfer gefallen sind. 1980 traf es erst Joy, dessen Mörder zu lebenslanger Haft verurteilt wurde und 1989 wurde George selbst von somalischen Wilderern erschossen.

Es gibt heute tatsächlich viel zu viel zu berichten. Der britische Schauspieler Warwick Davis wurde im Jahr 1970 geboren. Bekanntheit erlangte der Schauspieler in vielen Filmen. Unter anderen in Star Wars, Ewoks, Willow, Narnia, Harry Potter usw. Wir wünschen an dieser Stelle einen schönen 49. Geburtstag.

Mir ist klar, dass ich bereits wieder viel zu lange bin, aber eine Person muss ich noch unterbringen und das ist kein geringerer als der Begründer des Hauses Lancaster. John of Gaunt starb am 3. Februar des Jahres 1399 im Alter von 58 Jahren. Als dritter Sohn des gestern bereits angesprochenen Edward III, der sich in einem Staatstreich sein Recht englischer König zu werden, von Roger Mortimer zurückholte, hatte er keinen direkten Thronanspruch. Er entstammte des französischen Adelsgeschlechts Anjou-Plantagenet, welche seit 1154 die englischen Könige stellte. Ein Mann von Traurigkeit war John jedenfalls nicht. Er hatte insgesamt 3 Ehefrauen und gewiss auch unzählige Mätressen mit denen er Kinder hatte. Seine langjährige Mätresse Catherine Swynford heiratete er nach dem Tod seiner zweiten Ehefrau. Den Auffälligsten unter seinen Kindern war wohl Henry Bolingbroke, der als erster Lancasterianer den englischen Thron bestieg. Ob die Besteigung des Thrones wirklich mit rechten Dingen abgelaufen ist, ist wohl bis heute ein Geheimnis. Es wird ja gemunkelt, dass Richard II, Sohn Edward of Woodstock – auch genannt der schwarze Prinz – aufgrund eines Erlasses Henry IV umgebracht wurde. Auf jeden Fall kann gesagt werden, dass dies wohl der Auslöser für die Rosenkriege war, die ja insgesamt 30 Jahre andauerten, weil jeder glaubte einen grösseren Anspruch auf die englische Krone zu haben. Machthungrig waren sie alle, sodass Logik wohl Fehl am Platz war, denn durch diese Rosenkriege endete die Plantagenet Dynastie und die Tudors kamen an die Macht. John zählt auf jeden Fall zu den schillerndsten Personen seiner Zeit. Wer mehr Interesse an seiner Person hat, kann sich auch gerne das Buch «Das Lächeln der Fortuna» von Rebecca Gablé zu Gemüte führen. Auch wurde Ihm sogar ein Pub in Lancaster gewidmet. Wer ein Fan von Jazz und Whiskey ist, wird dort sicherlich seine Freude haben.

Ja, ich weiss, ich habe mal wieder dezent übertrieben, aber wenn ich einmal im Schreibfluss bin, stoppt man mich nicht so leicht. Weitere Erwähnung sollte wohl finden, dass wir heute unseren 10'000 Beitrag im Forum verfasst haben.

Einen angenehmen und erholsamen Sonntag wünscht die London Crew.

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#21

RE: SISTERBOOK

in DREAMS IN LONDON 10.02.2019 20:25
von Dreams in London
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Einen wunderschönen Sonntag Abend liebe Partner. Ich hoffe ihr hattet alle ein schönes Wochenende. Die Grippe ist momentan ja leider ein wenig im Umgang und bei uns hat es eindeutig ein paar Leute erwischt. Daran kann man wohl nichts ändern.
Jedoch genug davon! Immerhin ist der 10. Februar und ich denke wir wissen alle, was das bedeutet. Genau! Es sind nur noch 317 Tage bis zum nächsten Heiligabend! Okay, dass ist vielleicht nicht die interessanteste Information, die ich für euch habe. Also kommen wir doch gleich zu den richtigen Fakten.


Fakt Nummer 1 stammt heute aus Schottland, welches nicht nur mein persönliches absolutes Lieblingsland, sondern zudem auch das schönste Land (nun gut... ich bin da wohl etwas voreingenommen ^^) auf der Welt ist. Aber nun mal im ernst. Ob man Schottland nun so toll findet wie ich oder nicht, liegt wohl im Auge des Betrachters. Was allerdings nicht im Auge des Betrachters liegt ist die Tatsache, dass manche historische Schotten wohl ziemlich dramatisch sein konnten, wenn sie wollten. So auch Robert Bruce - ich hoffe es ist mir gestattet an dieser Stelle anzumerken, welch tolle Überleitung das doch war - Robert Bruce war von 1306 bis zu seinem Tod 1329 der König von Schottland. Er wurde am 11. Juli 1274 geboren und hatte durch seinen Vater, der aus königlicher Linie stammte, in seinem späteren Leben Ansprüche auf den Thron. Nun fragt ihr euch sicher "Aber liebes namentlich nicht erwähnte Mitglied des Londoner Teams, was hat das denn mit dem 10. Februar zu tun?" Eine berechtigte Frage, deren Antwort ich euch sofort mitteilen möchte. Bruce war nämlich nicht der einzige Mann der in dieser Zeit Ansprüche auf den Titel König von Schottland hatte, einmal ganz davon abgesehen, dass zu dieser Zeit; genauer gesagt von 1296 bis 1357; auch noch die Schottischen Unabhängigkeitskriege tobten [das würde nun etwas zu weit führen]. Sein Widersacher war ein Mann namens John III. Comyn, welcher als Neffe von John Balliol - ebenfalls ein schottischer König - ebenso Anspruch auf den Thron hatte. Am 10. Februar 1306 geschah es nun, dass Bruce erfuhr, dass sich sein Kontrahent in dem gleichen Ort aufhielt, in dem auch er eingekehrt war. Comyn hatte zuvor ein Bündnis zwischen den beiden gebrochen und Bruce war verständlicher weise nicht erfreut darüber. Also trafen sich die beiden in der Franziskanerkirche des Ortes - Dumfries - zu einem privaten Gespräch. In diesem Gespräch wurde Bruce so erzürnt, dass er seinen Dolch zog und Comyn niederstach, ihn jedoch nicht tötete. Aus Angst floh Bruce aus der Kirche und sein Begleiter Roger de Kirkpatrick kam ins Spiel. Als er seinen Freund aus der Kirche rennen sah, betrat er diese und fand dort den verletzten, aber noch immer lebenden Comyn vor. Und, wie es sich in jeder guten Freundschaft ziemt, brachte er zu Ende, was Bruce begonnen hatte. Somit war Comyn tot und Bruce hatte nicht nur den Thron sicher, sondern er erhielt zudem später für die Schandtat auf heiligem Boden einen Kirchenbann von Papst Clemens V.

Fakt 2 stammt heute ebenfalls aus Schottland, da ich mich beim recherchieren einfach nicht zusammen reisen konnte. Auch in diesem Fakt werde ich mit dem schottischen Königshaus beschäftigen und auch dieses Mal kommen Personen ums Leben. Einer dieser Personen ist Henry Stuart, Lord Darnley. Er wurde am 07. Dezember 1545 bzw. 1546 geboren und war der Gatte von Maria Stuart, welche wohlbemerkt seine Cousine war, aber Vetternwirtschaft war ja bekanntlich nichts ungewöhnliches in Königsfamilien. Somit war er formal König von Schottland, doch er beteiligte sich nicht an der Regierung. Darnley war zwar anscheinend ein recht gut aussehender, dafür aber charakterlich verkommener Mann. Mit seinem Hochmut und seinem Hang zur Gewalt, sorgte er eindeutig für die falschen Schlagzeilen. Er wollte mehr, vor allem politische, Macht und scheute auch nicht davor zurück sich für eine Weile gegen seine Frau zu verschwören. Jedoch wechselte er bald darauf erneut die Seiten, stand nun vollkommen hinter Maria und verlor somit all seine Verbündeten. Als Mordgerüchte aufkamen floh er nach Glasgow, wo er sich eine Krankheit einfing (vermutlich die Pocken, vielleicht Syphilis). Maria Stuart gelang es ihn davon zu überzeugen nach Edinburgh zurück zu kehren, doch Darnley sollte niemals zuhause ankommen. Wegen seiner Krankheit konnte er nur kurze Zeit am Stück reisen und so machte er in Kirk o'Field, innerhalb der Stadtmauern Edinburghs, Rast. Er war noch ans Bett gebunden und Maria, die sich liebevoll um ihn kümmerte, verließ das Gasthaus um die Hochzeit einer ihrer Zofen zu besuchen. Bald darauf war Darnley tot. Es war die Nacht des 10. Februar 1567. Es hatte eine Explosion in dem Gasthaus gegeben und Darnley sowie sein Diener wurden tot aufgefunden. Jedoch war der König unbekleidet in einem Obstgarten außerhalb der Stadtmauern gefunden worden. Er wies keine Verletzungen auf, weswegen man davon ausgeht, dass er auf der Flucht erdrosselt wurde.
Darnleys Tod sollte einen wichtigen Punkt in der schottischen Geschichte einnehmen. Denn Maria heiratete bald nachdem sie zur Witwe geworden war den Earl of Bothwell, ein Mann den viele für den Mörder ihres verstorbenen Gatten hielten. Dies sorgte dafür, dass sich die Adeligen auf Marias Seite von ihr abwanden, es zu Aufständen kam, sie schließlich abdanken und dann nach England fliehen musste. Ein Land in dem sie gefangen genommen und am 18. Februar um 10 Uhr in der Großen Halle von Schloss Fotheringhay hingerichtet wurde.

Ich glaube heute belasse ich es einmal bei diesen beiden Fakten. Wer weiß wie viel Blut an diesem Tag noch vergossen wurde? Eins ist aber sicher: Wer sich für richtiges Drama interessiert muss keine Fernsehserien oder Kinofilme anschauen, sondern am besten einen Blick in ein Geschichtsbuch werfen. Intrigen, Liebe, Geheimnisse, ungeklärte Rätzel... eigentlich ist für jeden etwas dabei.

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#22

RE: SISTERBOOK

in DREAMS IN LONDON 13.02.2019 21:36
von Dreams in London
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Heute ist Mittwoch und das alleine hat schon Bedeutung für London. Immerhin ist heute Champions League im Fussball angesagt. Aber ich will euch damit nicht langweilen, es kann ja nicht jeder so ein heissblütiger Fan wie ich sein, weswegen ich einfach hoffe, dass ihr die erste Hälfte der Woche gut überstanden habt und werde dann auch schon das machen, was ich immer mache. Euch mit Informationen nach London zu ködern. Der heutige Tag hat es nämlich in sich.

Der 13. Februar 1542 endete für eine Person nicht so prickelnd. Die fünfte Frau von Heinrich VIII wurde wegen Untreue im Tower of London hingerichtet. Irgendwie kann ich zwar Catherine Howard – so ihr Name – verstehen, denn als sie Heinrich heiratete, war dieser bereits 49 und sie selbst zählte noch keine 20 Jahre. Es trennten die beiden also 30 Jahre, wenn nicht sogar mehr (Das Geburtsjahr von Catherine ist nicht bekannt, aber man geht davon aus, dass sie zwischen 1521 – 1525 auf die Welt kam). Noch dazu, musste Heinrich im Alter nicht gerade gut gerochen haben, hatte er sich in jungen Jahren bei der Jagd eine Wunde zugezogen, die wohl niemals richtig verheilt ist und der man nachsagt, dass sie ziemlich faulig gerochen haben musste. Es sollte daher nicht verwunderlich sein, dass sich Catherine angenehmere Unterhaltung gesucht hatte, um ihr Leben an der Seite des launischen Königs erträglicher zu gestalten.

Im Jahr 1689 wurden nach der Anerkennung der Bill of Rights Wilhelm III und seine Frau Maria II vom englischen Parlament gemeinsam als Regenten anerkannt. Diese regelten die Rechte des britischen Parlaments gegenüber dem Königtum und gilt als eines der grundlegenden Dokumente des Parlamentarismus.

Das Jahr 1728 ist für eine Sache auf jeden Fall von Bedeutung. John Hunter, britischer Anatom aus Schottland wurde geboren. Er ging in die Geschichte als der Begründer der wissenschaftlichen Chirurgie ein. Er war ein Wundarzt, Militärarzt und Zahnheilkunder sowie Anatom und Chirurg. Hunter kam viel herum. So erlernte er in verschiedenen Ländern, verschiedene medizinische Dinge, die Georg III dazu brachte, ihn dementsprechend auszuzeichnen. Hunter wurde 65 Jahre alt und starb an einer durch Arterienverkalkung verursachten koronaren Herzkrankheit. Seine menschlichen Überreste findet man heute in der Westminster Abbey. Gewiss würde es noch viel mehr zu berichten geben, aber das würde den Rahmen sprengen und heute gibt es noch andere interessante Persönlichkeiten, die Erwähnung finden sollten.
Der nächste ist Joseph Banks, der britische Naturforscher. Dieser wurde wie Hunter am heutigen Tage, jedoch im Jahr 1743 geboren. Bekanntheit erlangte er durch seine Mitte des 18. Jahrhundert erfolgte Weltumsegelung, denn er war der Begleiter des James Cook. Auf dieser Reise machte er zahlreiche naturwissenschaftliche Entdeckungen. Unter anderem brachte er als erster den Eukalyptus, die Akazie und die Mimose nach Europa. 1781 bekam er einen Adelstitel verliehen, der aber mit seinem Tod wieder erlosch. Sein offizielles botanische Autorenkürzel lautet „BANKS“.

Nun kommen wir doch mal kurz zum musikalischen Teil in den Grüssen. Jeder unter uns kann sich vermutlich ein Leben ohne Musik gar nicht mehr vorstellen. Am heutigen Tag vor Jahrzehnte, wurden gleich zwei musikalische Talente geboren. 1950 erblickte Peter Gabriel das Licht der Welt. Er ist ein britischer Musiker und Produzent und Mitbegründer von Genesis. Im Jahr 1974 folgte ihm Robbie Williams, der seine ersten Erfolge mit der Boygroup Take That feierte und seit deren Auflösung Mitte der 90er Jahre eine tolle Karriere als Solokünstler aufweist. Happy Birthday an euch.

Kurze Erwähnung sollte wohl auch Kenneth I, König von Schottland finden. Dieser verstarb am 13. Februar im Jahr 858. Als Kenneth MacAlpin im Jahr 810 geboren, war er der erste schottische König. Sein Vater war Alpin II, König von Dalriada. Im hohen Norden der britische Insel existierten vier unabhängige Königreiche. Die Pikten, der älteste Stamm dieser Region, regierten den Nordosten, während die spät zugewanderten Angeln im Südosten das Sagen hatten. Der Südwesten wurde hauptsächlich von romanisierten Briten bevölkert und im Nordwesten lebten die aus Irland eingewanderten Skoten. Kenneth I schaffte es, alle vier Völker zu vereinen und wurde 843 auf dem Stone of Scone zum ersten schottischen König gekrönt. Dieser war der Begründer des Hauses Alpin, welches bis 1058 die Herrschaft über Schottland innehatte.

Und zum Schluss wollte ich noch zwei Frauen – die ohnehin immer irgendwie zu kurz kommen – hervorheben. Elizabeth Acton starb im Jahr 1859. Sie war eine britische Köchin, Kochbuchautorin und Dichterin. Sie brachte das erste Kochbuch für Haushaltskost für Familien auf den Markt. 1958 verstarb Christable Pankhurst. Diese war eine britische Frauenrechtlerin und setzte sich vor allem für das Wahlrecht der Frauen ein. Sie war auch bekannt für ihre teilweise radikalen Mitteln zur Durchsetzung der Frauenrechte. Ich denke, wir alle können der Dame danken, dass sie es ermöglicht, dass die Stimme der Frau heutzutage doch Gehör findet.

Das war es auch schon wieder von mir. Ich hoffe, ihr hattet genauso viel Spass beim Lesen wie ich beim Schreiben. Schönen Mittwoch Abend noch.

Geschichtsträchtige Grüße wünscht das Chaos Team aus London
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#23

RE: SISTERBOOK

in DREAMS IN LONDON 16.02.2019 21:23
von Dreams in London
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Heute ist es schon wieder oder endlich wieder Samstag. Irgendwie klingt es in meinen Ohren trotzdem etwas falsch. Ich hätte ja gerne dauerhaft Samstag. Das wäre schön. Nach einer anstrengenden Woche haben wir uns alle etwas Erholung verdient. Daher hoffe ich ja, dass ihr diese auch finden werdet und will auch gar nicht weiter um den heissen Brei reden, sondern endlich mit dem Informationsfluss beginnen.

Geschichtlich betrachtet ist der heutige Tag vor allem für Schottland und England relevant, fand doch am heutigen Tag im Jahr 1707 die Vereinigung mit England statt. Das schottische Parlament billigt mit 110:69 Stimmen den Act of Union. Eine Reihe von Abgeordneten hat sich zuvor bestechen lassen oder erhofft sich mit dem ‘Ja’ Entschädigungen für das fehlgeschlagene Darién Projekt . Das Darién Projekt war der Versuch, eine schottische Kolonie in Panama zu etablieren. Das katastrophale Scheitern dieses Projekts brachte Schottland an den Rand des Staatsbankrotts und beschleunigte so den Zusammenschluss mit England zum Königreich Grossbritannien. 2014 hatte Schottland erneut die Möglichkeit sich von England abzukapseln, jedoch wurde das Referendum von der Mehrheit der Wähler abgelehnt und kam daher nicht zum Greifen. Jetzt, wo Grossbritannien aus der EU austreten möchte und der Brexit zum Greifen nah ist, wünschen sich wohl einige durchaus, damals für die Unabhängigkeit gestimmt zu haben.

Im Jahr 1904 und nach zwei Jahren im Eis gelingt es einer Rettungsexpedition unter der Führung der Terra Nova, das britische Forschungsschiff RRS Discovery unter Robert Falcon Scott aus dem Packeis im antarktischen McMurdo-Sund zu befreien. Trotz des langen Eingeschlossenseins ist die Discovery Expedition, an der auch Ernest Shackleton teilnahm, ein Erfolg. Ernest Shackleton hätte gestern seinen 145. Geburtstag gefeiert. Insgesamt nahm der gute Ernest an vier Antarktisexpeditionen teil, von denen er bei drei als Leiter tätig war. Vielleicht kann ich ja einmal zu gegebenen Anlass mehr über diesen Mann berichten.

Weiter geht es im Jahr 1923 als Howard Carter und Lord Carnarvon eine interessante Entdeckung machten. Sie öffneten am 16. Februar 1923 die Grabkammer des altägyptischen Königs der 18. Dynastie Tutanchamun, die Carter am 4. November des Vorjahres im Tal der Könige entdeckt hatte. Neben zahlreichen Schätzen, fanden sie auch die berühmte Totenmaske des Tutanchamun während dieser Ausgrabungen. Wer Einblicke in das Leben des Tutanchamun bekommen möchte, sollte sich stetig informieren, denn es gibt regelmässige Ausstellungen, welche gewiss sehenswert und beeindruckend sein können.

1665 wurde Anne Stuart geboren. Was so interessant an ihr war? Sie war von 1702 bis 1714 Königin von Irland, von 1702 – 1707 Königin von Schottland und England, ehe unter ihrer Herrschaft Schottland und England zu einem Königreich wurde. Sie war ab dem Jahr 1683 verheiratet mit Prinz Georg von Dänemark, jedoch hatten die beiden kein sonderliches Glück mit der Familiengründung. Ab 1684 bis 1700 war Anne insgesamt 17 Mal schwanger, erlitt jedoch vermehrt Tot- oder Fehlgeburten. Auch von fünf lebend geborenen Kindern starben vier schon im Säuglings- oder Kleinkindalter. Wilhelm, der präsumtive Thronfolger, starb kurz nach seinem 11. Geburtstag, vermutlich an den Pocken. Mit Anne vereinigten sich nicht nur zwei Ländern, sondern mit ihr ging auch die letzte Stuart Königin einher. Nach ihrem Tod kam Georg I, der dem Hause Hannover angehörte, auf den englischen Thron.

Die letzte Person, von der ich heute berichten möchte, ist John Maltravers. 1. Baron Maltravers, welcher am 16. Februar 1364 das Zeitliche segnete. Dieser war ein englischer Adeliger und Höfling, welcher sich durch eine Sache einen Namen schaffte. Bewiesen werden konnte es zwar nicht, aber es wird vermutet, dass er der Mörder Edward II gewesen sein soll. Da ich bereits häufiger von Edward II und auch Edward III berichtet habe, ist wohl bekannt, dass nach dem Mord Edward II Roger Mortimer als Geliebter der Königinmutter England regiert hatte. John soll ein enger Vertrauter von Mortimer gewesen sein und hatte wohl auch die Möglichkeiten, den Mord auszuführen. Was sonst noch Interessantes an ihm gab? Gewiss könnte ich noch Stundenlang von ihm berichten, aber da ich euch nicht langweilen möchte, werde ich nun hier und heute einen Schlussstrich ziehen.

Ich wünsche euch noch einen erholsamen Samstag.

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#24

RE: SISTERBOOK

in DREAMS IN LONDON 17.02.2019 19:49
von Dreams in London
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Der Sonntag ist auch schon wieder angebrochen, was bedeutet, dass das Wochenende sich dem Ende zuneigt. Was für ein Sch***. Dennoch hoffe ich, dass ihr das Wochenende genutzt und ausgekostet habt, denn dafür ist es ja immerhin vorhanden. Vermutlich lässt sich immer darüber schimpfen, dass das Wochenende viel zu kurz ist, aber da will ich heute nicht ansetzen, sondern einfach mit dem Fortfahren, was besser klingt als nur Wehklagen.

Heute fange ich mal im 21. Jahrhundert an, denn im Jahr 2003 wird in London die Innenstadtmaut für Kraftfahrzeuge eingeführt. London war nicht die erste Stadt, die eine Maut eingeführt, aber bis dahin die Grösste. Warum sie eingeführt wurde? Um den Stau, der sich vor allem um London herum immer wieder ergibt zu verringern. Man wollte mit der Erhebung der Maut, Leute dazu animieren, auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen bzw das Rad oder gar zu laufen. Ausgenommen sind öffentliche Institutionen wie Polizei, Feuerwehr und Rettungswagen. Nach Einführung dieser Gebühr soll der Verkehr in der Innenstadt tatsächlich nachgelassen haben.

Im Jahr 1925 kam Ron Goodwin zur Welt. Er war ein britischer Filmkomponist, der wohl vor allem durch seine Filmmusik Bekanntheit erlangte. Seine erste Filmmusik komponierte er mit 33 Jahren. Ja er war wohl ein kleiner Spätsünder, gab aber dann ordentlich Stoff. Der erste Film, dem er musiktechnisch seinen eigenen Stempel aufdrückte, war «Die schwarze Lorelai». Wer auch alte Filme gerne schaut, hat gewiss schon den Ein oder Anderen ‘Miss Marple Film’ geschaut, denen er ebenso die ein oder andere Komposition zukommen liess. Der internationale Durchbruch gelang ihm jedoch mit der beschwingten Musik zu «Die tollkühnen Männer in ihren fliegenden Kisten». In den 70er Jahren ernten sogar einige Disney Filme musikalische Unterstützung von Goodwin. Die letzte Komposition, die er dazu steuerte, war im Jahr 1986 bei dem dänischen Zeichentrickfilm ‘Walhalla’. Er starb im Alter von 78 im Jahr 2003.

Fünf Jahre später kam Ruth Babara Rendell, Baroness Rendell of Babergh zur Welt. Sie war eine britische Bestseller-Autorin, die für ihre Kriminalromane und psychologischen Romane bekannt war. Sie schrieb ausserdem unter dem Pseudonym Barbara Vine aber da ausschliesslich Thriller, während sie sich als Ruth Rendell eher Kriminalromanen widmete. Da wir hier alle ihrer Berufung – dem Schreiben – nachgehen, fand ich, dass sie Erwähnung verdient hatte. Sie wurde ausserdem mit angesehenen Literaturpreisen ausgezeichnet und die britische Zeitung «The Guardian» nahm im Jahr 2009 nicht weniger als fünf ihrer Romane und Thriller in die Liste der 1000 Romane, die jeder gelesen haben sollte, auf.

Das Jahr 1991 hat es in sich, denn am 17. Februar erblickten gleich zwei Briten das Licht der Welt. Einer ist vor allem für sein Gefühl in der Stimme und den richtigen Texten bekannt, während die andere Person vor allem Bekanntheit durch die Harry Potter Filme erlangte. Ich spreche von Ed Sheeran, der heute gemeinsam mit Bonnie Wright, den 28 Geburtstag feiert. Alles Gute aus London.

Da ich heute vor allem im 20. Jahrhundert oder gar im 21. Jahrhundert herum geschwirrt bin, springe ich nun doch mal ins 15. Jahrhundert. Am 17.02.1461 verstarb John Grey of Groby. Er war ein englischer Ritter und verheiratet mit Elizabeth Woodville, die nach seinem Tod Edward IV ehelichte. Aus ihrer ersten Ehe gingen jedoch zwei gesunde Söhne hervor und wer geschichtlich gesehen etwas versiert ist, weiss auch, dass Elizabeth und Edward IV einigen Kindern das Leben schenkten. Zu John Grey, um den es hier ja auch eigentlich gehen sollte, sei soviel zu sagen. Er war ein Lancastrianer während der Rosenkriege und er fiel in der zweiten Schlacht von St. Albans und wurde auch in der dortigen Kathedrale bestattet.

Das waren wieder meine Worte zum Sonntag, den fast unliebsamsten Tag in der Woche – hinter dem Montag wohlgemerkt – und ich wünsche euch auf diesen Weg einen angenehmen Tag, mit viel Erholung, damit ihr die nächste Woche auch alle übersteht.

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#25

RE: SISTERBOOK

in DREAMS IN LONDON 26.02.2019 14:12
von Dreams in London
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Heute ist es mal wieder an der Zeit, bei euch mit einem kleinen Gästebucheintrag vorbeizuschauen, diesmal wird euch aber leider nicht unser lieber Dele beglücken, stattdessen müsst ihr mit meiner Wenigkeit - Alistair - vorlieb nehmen. Ich weiß, ich weiß, die Enttäuschung wird sicherlich groß sein, schließlich sind Deles Gästebucheinträge einzigartig, aber vorwarnen will ich euch einfach, denn ich sag euch jetzt schon.. man wird den Unterschied vermutlich merken. Deles GBs sind bekanntlich immer gespickt von ellenlangen historischen Fakten, meine ... eher weniger. Aber wie dem auch sei, ich dachte mir, ein bisschen Abwechslung wird einmal nicht so schlimm sein, oder?
Bevor ich jetzt aber weiter hier herumlabere, dachte ich mir, komme ich gleich mal zum Thema: Heute geht es um Musik!
Ich denke, ich kann da für die große Mehrheit der Weltbevölkerung sprechen, wenn ich sage, Musik ist eine tolle Sache! Und aus diesem Grund möchte ich euch heute mit einer kleinen Playlist versorgen, weil ich persönlich Playlists liebe und man immer eine Verbindung über die Musik finden kann.

♫ COME IN FOR A GOOD SONG, STAY FOR A GOOD TIME ♫

Und mal ganz davon abgesehen hilft Musik uns Schreibern auch dabei, unsere kleinen Wortwelten aufzubauen, sie auszugestalten und ihnen Leben einzuhauchen. Sei es nun in Faketown oder beim Verfassen einer ganz eigenen Geschichte, Musik lässt unsere Gedanken und Ideen fliegen! Aber es gibt natürlich immer das Problem mit dem Finden des richtigen Lieds. Schreibt man beispielsweise eine traurige Szene kann man schlecht einen Song wie Don't Stop Me Now hören, nicht wahr? Ebenso verhält es sich mit fröhlichen Szenen, die nicht unbedingt von trauriger oder ruhiger Musik untermalt werden können. Aber in dieser Hinsicht hat wohl Jeder auch seine besonderen Vorlieben und Präferenzen. Manchmal ist es sogar ganz angenehm, einfach mal die Stille singen zu lassen und keine Musik anzumachen.

Jedenfalls hoffe ich, dass euch die Playlist und dieser kleine musikalische Ausflug gefällt. Wir schreiben uns bald!
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#26

RE: SISTERBOOK

in DREAMS IN LONDON 02.03.2019 20:31
von Dreams in London
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Der Samstag hat es heute wieder in sich. Ich hoffe ja durchaus, dass das Nord London Derby Tottenham Hotspur für sich entscheiden können, hatten sie in den letzten zwei Spielen eher weniger das Glück auf ihrer Seite. Jetzt heisst es vor allem, um Platz drei zu kämpfen und ManU, Arsenal und Chelsea auf Distanz zu halten. Mauricio Pochettino hat heute immerhin Geburtstag und ich bin mir fast sicher, dass er sich über einen Sieg freuen würde. Leider wurde es nur ein unentschieden, aber ein Punkt ist besser als kein Punkt. Aber genug von Fussball geredet. Ich bin mir sicher, dass ihr euren Samstag vollkommen anders verbringt, weswegen ich nun mit dem Informationsfluss beginne und euch etwas über London bzw. England und deren Bewohner erzähle.

Am 2. März 1810 machte sich die Industrialisierung das erste Mal bemerkbar. Zumindest in London, denn das erste Gaswerk beginnt mit der Energieversorgung. Mittels einer Kokerei wird Kohle vergast. Das war wohl der erste Durchbruch, nicht? Ich frage mich ja allgemein immer, wie die Menschen im Mittelalter oder noch früher, in der Lage waren, Kathedralen usw. zu erbauen und das ganz ohne Hilfsmittel wie Bagger oder Kräne.

Natürlich dürfen auch heute viele Menschen Geburtstag feiern oder durften und konnten es in der Vergangenheit. Mit von der Partie ist Robert II, König von Schottland, der im Jahr 1316 geboren wurde. Er war der Begründer der Stuart Dynastie, die sich aber damals noch Stewart geschrieben hatte. Als Nachkomme von Robert de Bruce, wurde 1318 entschieden sollte dieser keine Nachkommen zeugen, würde man seinen Enkel zu seinem Nachfolger machen. Robert II stammte von Marjorie Bruce, der Tochter von Robert de Bruce und seiner ersten Gemahlin Isabella von Mar ab. Seine Mutter überlebte seine Geburt jedoch nicht, weswegen man davon ausging, dass Robert per Kaiserschnitt zur Welt kam.
1324 kam unerwartet David zur Welt und dieser David liess Robert ganze 42 Jahre auf seine Thronbesteigung warten. Jetzt würde man zur damaligen Zeit erwarten, dass Robert Pläne schmiedete, wie er sich David entledigen konnte, aber dieser stand immer loyal an der Seite seines Onkels. Er wurde häufiger als Regent eingesetzt, insbesondere nach der Gefangennahme des König Davids bei der Schlacht von Nevilles Cross im Jahr 1346. 11 Jahre später wurde jedoch die Freilassung Davids ausgehandelt. Dies bedeutete jedoch, dass ein ziemliches Entgelt zu bezahlen war, was das ärmliche Schottland nicht leisten konnte. Aus diesem Grund kam David die Idee, einen Sohn Edward III als Nachfolger zu benennen, was eine weitere Kränkung Roberts war. Diesem wurde nämlich von David vorgeworfen, ihn bei der Schlacht von Nevilles Cross im Stich gelassen zu haben. Von da an, wurde die Loyalität Roberts ziemlich ausgetestet und 1363 folgte die erste Rebellion, welche aber vom König niedergeschlagen wurde. Robert und seine vier Söhne wurden gefangen gesetzt und das in Loch Leven Castle, dieselbe Stätte, welche 200 Jahre später ihrer Nachfahrin Maria Stuart ein neues Zuhause wurde, da sie dort arretiert wurde. Im Jahr 1371 starb David, Robert wurde freigelassen und wurde einen Monat später zum König gekrönt. Robert heiratete zweimal und hatte unzählig viele Kinder. Durch die Ehe einer seiner Töchter ist er sogar ein Vorfahre der heutigen Königin.

Natürlich habe ich auch noch weitere Geburtstagskinder, die eine Erwähnung verdient haben, in petto. Immerhin ist es zum einen der derzeitige James Bond Darsteller (der erste Blonde) Daniel Craig und zum Anderen Chris Martin, der der Musikgruppe Coldplay angehört. Beides sehr erfolgreiche Männer in unterschiedlichen Genre.

Auch will ich heute noch an den Todestag von Dusty Springfield erinnern. Diese machte am 2. März 1999 ihren letzten Atemzug. Bekanntheit erlangte sie vor allem mit ihrer souligen Stimme. Sie wurde deswegen immer The White Queen of Soul genannt, hatte sie eine aussergewöhnliche Stimme für eine weisse Frau. Ihr bekanntester Song (zumindest für mich) ist wohl Son of a Preacher Man. Sie war aber nicht die einzige nennenswerte Person, welche heute ihren Todestag feiert. Und natürlich bin ich etwas voreingenommen, aber ich musste ihn einfach erwähnen. Dave Mackay war ein schottischer Fussballspieler und -trainer und starb im Jahr 2015. Was ihn in meinen Augen so interessant macht? Er hat bei Tottenham Hotspur gespielt und hatte dort auch seine erfolgreichste Zeit. Im Jahr 1961 hat er die COYS zum englischen Meistertitel geführt und sie gingen ausserdem auch noch als Pokalsieger hervor. Mit 37 Jahren beendete er seine Spielerkarriere, gab aber dem Fussball nie auf, denn er war fortan als Trainer tätig.

Das war es auch heute schon wieder von mir. Ich hoffe, ihr hattet genauso viel Spass wie ich. Ich habe auf jeden Fall wieder einiges gelernt.

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#27

RE: SISTERBOOK

in DREAMS IN LONDON 04.03.2019 19:01
von Dreams in London
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Heute ist es mal wieder meine Wenigkeit - Alistair - die euch mit unseren Grüßlein beehren darf. Und wie auch letztes Mal möchte ich euch vorwarnen, dass meine Grüße bei Weitem nicht die Bandbreite an Info erreichen werden, wie sie Dele immer zu Tage bringt, also macht euch schon mal bereit und erwartet nicht allzu viel. Da Dele außerdem wesentlich besser darin ist, geschichtliche Ereignisse, die vor Jahrzehnten oder gar Jahrhunderten an diesem Tag vonstatten gegangen sind, zusammen zu fassen, habe ich mich dazu entschieden, mir ein Thema herauszusuchen, dass zwar auch etwas in die Geschichte greift, aber doch auch einen persönlichen Bezug zu mir oder vielmehr zu meiner PB hat. Und dieses Thema wäre: KUNST
PB ist nämlich ein leidenschaftlicher Kunstenthusiast und redet allzu gerne darüber, deshalb werden euch heute einige ihrer Lieblingskünstler vorgestellt. Also alle Kunstbanausen jetzt mal hergehört, hier kommt Geschichte mal in einer ganz anderen Form.

Zum glorreichen Anfang möchte ich gleich mal den in PBs Augen absolut wunderbarsten Künstler aufführen: Caspar David Friedrich. Sein Wanderer über dem Nebelmeer ist mit Abstand eines der bekanntesten Gemälde der deutschen Romantik und Friedrich selbst gilt auch als der bedeutendste Maler der deutschen Frühromantik. Grundsätzlich finde ich die Bilder der Romantik unglaublich tiefgehend und obgleich sie meist eher von sanften, gedämpften Farben dominiert werden, sind sie mindestens ebenso aussagekräftig wie beispielsweise Kunstwerke des Expressionismus. Die Gemälde der Romantik spiegelten die damalige Weltanschauung der Künstler wieder, wie eigentlich in jeder künstlerischen Epoche. Man muss nur genau hinsehen, um zu erkennen, wie viel Geschichte und wie viel Meinung aus einem solchen Werk spricht. Aber zurück zu Friedrich: Sollte euer Interesse an diesem grandiosen Künstler, an diesem genialen romantischen Zeitgenossen geweckt sein, würde ich es euch sehr ans Herz lesen, ihn einmal nachzuschlagen. Ein weiteres meiner liebsten Bilder von ihm wäre zum Beispiel der Mönch am Meer. Es ist von einer solchen Einsamkeit dominiert, die aber gleichzeitig auch eine unglaubliche Weite und Größe zeigt, dass man sich fast in diesem Gemälde verlieren könnte.

Nun aber weiter im Text. Kommen wir zum nächsten Künstler. Um etwas Abwechslung hineinzubringen, dachte ich mir, fahre ich mal mit der Epoche des Surrealismus fort. Wer fällt einem da wohl am ehesten ein? Richtig! Salvador Dali! Nun gut, vielleicht geht das auch nur mir so, aber die meisten von euch werden sicherlich schon mal seine berühmten Uhren irgendwo gesehen haben, oder - wie das Gemälde eigentlich heißt - die Beständigkeit der Erinnerung. Mein persönlicher Favorit unter seinen Bildern ist allerdings Die Versuchung des heiligen Antonius. Mit den endlos langen Beinen und den merkwürdig anmutenden Gebilden mag das Ganze vielleicht etwas skurril aussehen, aber das ist gerade das Besondere am Surrealismus, schließlich bedeutet der Name so viel wie "über der Realität". Die surrealistischen Künstler erschufen ihrerzeit fantastische Welten, brachten ihre ausgefallenen Gedankenpaläste zur Leinwand und hielten ihre sonderbaren Gestalten so für die Nachwelt fest. Zwar sagen mir persönlich nur die Bilder des veristischen Surrealismus zu, in welchem zumindest noch ein gewisser Realismus zu erkennen ist, aber es gibt durchaus auch einige Vorzüge des absoluten Surrealismus. Letzen Endes liegt es natürlich auch immer im Auge des Betrachters, nicht wahr?

Alle guten Dinge sind drei, nicht wahr? Deshalb möchte ich euch nun noch einen weiteren Künstler nahelegen. Claude Monet. Vielleicht sagt dem ein oder anderen dieser Name sogar etwas, schließlich ist er einer der bekanntesten impressionistischen Künstler. Beim Impressionismus ist der Name Programm, es ging um Eindrücke. Die beliebteste Malvorlage war die Natur und diese versuchte man in all ihren Eindrücken wiederzugeben. Die Bilder mögen vielleicht nicht besonders realistisch aussehen, doch haben sie durchaus etwas Wahres und Eingängiges an sich. Um die Bewegung in der Natur wiedergeben zu können, bedienten die Künstler des Impressionismus sich oft einer Maltechnik, die Pointilismus genannt wurde. Bei dieser wurde statt in Pinselstrichen in Punkten gemalt. Die Farben wurden nicht zusammengemischt, sondern fanden erst auf der Leinwand zusammen bzw. direkt im Auge des Betrachters. So entstand in gewisser Weise ein leichtes Flimmern, Bewegung im Bild also.
Mein liebstes Monet-Bild ist wohl sein Sonnenaufgang. Hier sieht man einen wunderschönen Farbkontrast - das gedämpfte Blau wird von dem Rot-Orange der aufgehenden Sonne durchbrochen. Ich persönlich könnte mich ständig aufs Neue in Monets Bilder verlieben.

Jetzt aber erstmal genug von Kunst. Ich hoffe, euch hat dieser kleine Kulturausflug gefallen. Wer weiß, vielleicht packe ich ja mal wieder meine Farben und Leinwand ein und statte euch einen weiteren Besuch mit noch mehr Künstlern in der Tasche ab? Nun wünsche ich euch aber erstmal noch eine schöne Zeit!

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#28

RE: SISTERBOOK

in DREAMS IN LONDON 07.03.2019 22:06
von Dreams in London
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Heute ist Donnerstag und die Woche ist somit fast schon wieder um. Wie schön, nicht wahr? Die Zeit vergeht wie im Fluge. Eben noch gedacht, ist ja noch Anfang des Jahres, aber der Frühling hält Einzug und noch dazu haben wir bald schon das erste Viertel des Jahres überstanden. Da ich heute ohnehin schon viel zu spät dran bin, werde ich nun einmal loslegen und euch mit Informationen bedienen. Vielleicht ist ja sogar das ein oder andere dabei, was ihr noch nicht wusstet oder ich bringe euch sogar dazu, euch mit dem ein oder anderen Thema noch mal intensiver auseinander zu setzen.

ich fange heute mit dem 7. März des Jahres 1876 an. Alexander Graham Bell erhält ein Patent für seine Erfindung des Telefons, musste jedoch zur Umsetzung Ideen von seinem Konkurrenten Elisha Gray verwenden, dem er mit der Patentanmeldung zwei Stunden zuvorgekommen ist. Okay, manche würden jetzt sagen, wie dreist Mr Bell doch tatsächlich war, aber ehrlich gesagt ist es mir lieber, dass die Erfindung den Engländern zugesprochen wird als den USA. Bell war der erste Mensch, der aus der Erfindung des Telefons Kapital geschlagen hat, indem er Ideen seiner Vorgänger zur Marktreife weiterentwickelte. Zu seinen Ehren wurde sogar die dimensionslose Masseinheit Pseudomass für logarithmische Verhältniswerte mit Bel benannt.

Es geht weiter mit den Geburtstagskindern des heutigen Tages. Beginnen wir im Jahr 1671. An diesem Tag erblickte Robert Roy MacGregor das Licht der Welt. Besser bekannt ist er unter dem Namen Rob Roy, ist er ein schottischer Volksheld und Geächteter. Ja, im Grunde klingt das widersprüchlich. Wie kann ich geächtet und zugleich ein Volksheld sein? Im Alter von 22 Jahren heiratete er und aus der Ehe gingen 4 Söhne hervor. Eigentlich war Rob Roy Rinderhändler, wurde dann aber zum Rinderdieb, der von seinem Nachbarn Schutzgeld vor anderen Rinderdieben erpresste. In Schottland ist er wohl vor allem als schottischer Robin Hood bekannt. Als das Schutzgewerbe jedoch fehlschlug, wurde er wegen Betruges angeklagt und somit zum Geächteten erklärt. Als sein Hauptgläubiger – James Graham. 1. Herzog von Montrose sein Land beschlagnahmte, stritt er natürlich mit dem Duke bis er 1722 aufgeben musste. Er wurde inhaftiert, aber 5 Jahre später begnadigt. Die Legend von Rob Roy inspirierte einen Sir Walter Scott zur Veröffentlichung seines Romans. Sogar mehrfach verfilmt wurde dessen Leben. Die bekannteste Verfilmung wurde ’95 mit Liam Neeson in der Hauptrolle, gedreht.
Ebenso Erwähnung sollte Eduardo Paolozzi finden. Klar, sein Name klingt jetzt nicht wirklich britisch, aber es handelt sich hierbei tatsächlich um einen schottischen Maler, Grafiker und Bildhauer. Geboren wurde er im Jahr 1924 als Sohn italienischer Immigranten in Edinburgh. Er prägte die britische Pop-Art massgeblich. Zu seinen bekanntesten Werken zählen das Cover für Paul McCartneys Album Red Rose Speedway, das Farbmosaike auf dem U-Bahnhof Tottenham Court Road in London. Auch im Hof der British Library London gibt es ein Kunstwerk von Newton.
Ebenso Geburtstag darf Ranulph Fiennes feiern. Im ersten Moment dachte ich, vielleicht ist dieser irgendwie verwandt mit Ralph Fiennes, aber dem ist nicht so. Er ist ein britischer Forscher, Autor und Inhaber mehrerer Ausdauerrekorde. Er ist unter anderem der erste Mensch, der sowohl den Nord- als auch den Südol auf den Landweg erreichte. Ausserdem ist er ein Sir und trägt den Titel Sir Ranulph Twisleton-Wykeham-Fiennes, 3. Baronet. Diesen Titel erbte er nach dem Tod seines Vaters. Neben dem 3. Baronet feiert auch Rachel Weisz ihren 49. Geburtstag. Sie ist Preisträgerin eines Oscars und eines Golden Globe, den sie sich mit dem Film «Der ewige Gärtner» erspielt hat. Und zu guter Letzt muss natürlich wieder der Fussball in den Vordergrund gerückt werden. Jordan Pickford, Keeper der englischen Nationalmannschaft feiert heute seinen 25 Geburtstag. Geboren im Jahr ’94 steht er derzeit beim FC Everton unter Vertrag und hat auch zum Erfolg der englischen Nationalmannschaft während der Weltmeisterschaften in Russland geführt. Happy Birthday an alle.

Da ich heute ja doch einige Geburtstagskinder habe, lasse ich die Herren, die am heutigen Tag den Tod fanden einmal aus. Vielleicht habe ich ja an anderer Stelle die Möglichkeit über diese noch zu berichten. Was mir aber wichtig erscheint, ist die Erwähnung des World Book Day. In Irland und Grossbritannien wird er am heutigen Tag gefeiert und das nicht zu knapp. Das Motto lautet hier ganz klar «Celebrate stories. Love reading.» Und im Grunde tun wir hier ja nichts anderes. Wir zelebrieren unsere eigenen Stories und wir lieben es die Antworten unseren gegenüber zu lesen. Ich wünsche euch daher allen noch einen schön ‘Weltbüchertag’.

Zitat
“In books I have traveled, not only to other worlds, but into my own.”



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#29

RE: SISTERBOOK

in DREAMS IN LONDON 08.03.2019 22:15
von Dreams in London
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Heute und besonders jetzt zu dieser Stunde, haben sicherlich alle ihr Wochenende bereits beginnen können. Ich weiss natürlich, dass ich etwas spät dran bin und vielleicht könnt ihr das Thema schon gar nicht mehr lesen, aber trotzdem werde ich heute natürlich den »Weltfrauentag» nicht unkommentiert lassen. Ich werde es mir sogar zur Aufgabe machen, starke feminine Persönlichkeiten der britischen Geschichte in den Vordergrund zu stellen. Vielleicht beflügelt das ja die ein oder andere Frau und sie wird aufgrund dessen fortan, komplett anders agieren als sie es bisher getan hat? Aber nun genug geredet. Beginnen wir einfach mal. Es gibt viele Frauen, die etwas Besonderes geleistet haben, aber ich habe wirklich nur die hervorzuheben versucht, welche auch die britische Geschichte betroffen haben. Aufgrund dieser Persönlichkeiten, haben wir Frauen es verdient, dass uns ein Tag gewidmet wird.

Man kann sagen, was man will, aber tatsächlich – vielleicht stehe ich mit dieser Meinung auch alleine da – haben die Monarchinnen dem britischen Reich besser getan als die Monarchen. Gewiss nicht alle, aber ich kann zumindest eine Elizabeth I, Elizabeth II und sogar eine Queen Victoria benennen, die in ihrer Zeit wundervolles vollbracht haben. Elizabeth I hat vor allen den Spaniern das Leben schwer gemacht, hat die Haushaltskasse des Landes aufgebessert, Queen Victoria hat viele Parks innerhalb Londons gegründet und somit auch viel Natur in dieser grossen Stadt zum Blühen gebracht und auch, wenn Elizabeth II im Grunde nur noch den repräsentativen Part für das Land übernimmt, ist sie momentan das Bild Englands. Immerhin ist sie die Person, die am Längsten auf dem englischen Thron zu finden ist. Elizabeth II führt die Liste mit 67 Jahren Amtszeit hinter Queen Victoria, welche 64 Jahre über England herrschte an. Elizabeth I kommt mit 44 Jahren aber auch nicht schlecht weg. Jeder der Damen hat etwas Besonderes für ihr Land geleistet und gezeigt, dass nicht immer nur ein Mann das letzte Wort haben muss, damit es Hand und Fuss hatte. Aber jetzt kommen wir einmal zu den weniger königlichen Personen, welche ihrem Land gedient haben.
Der erste Name auf meiner Liste ist Florence Nightingale. Als zweite Tochter des Politikers Wilhelm Edward Nighingale wurde sie 1820 in Florenz (Italien) geboren. Was sie geleistet hat? Sie zeigte ein einzigartiges Engagement für Notleidende und Kranke, sodass sie eine Ausbildung zur Krankenschwester machte. Im Zuge des Krimkrieges und der desolaten Versorgung der verletzten Soldaten, avancierte Florence als ‘Lady mit der Lampe’ zur Begründerin der modernen Krankenpflege. Innerhalb von drei Monaten versorgte sie mit ihren Krankenschwestern etwa 10'000 Soldaten mit Kleidung und Gebrauchsgütern. Daraufhin wurde die Krankenpflege in England zum Berufsstand erhoben. Sie schrieb ausserdem Bücher und veröffentlichte diese unter die Namen Notes of Hospital und Notes on nursing, die jeweils in den Jahren 1859 und 1860 veröffentlicht wurden. Die englische Presse gab ihr zu ihrer Zeit schon den Beinamen ‘Engel der Barmherzigen’. Ebenso wurde 1860 eine Krankenpflegeschule am St. Thomas Hospital eingerichtet. Dieses Modell führte zu zahlreichen Schwesternschulen, welche nach ihrem Ideal geführt wurden. Sie hat also zu ihrer Zeit viel für die Armen und Kranken ihres Landes gemacht und wird daher zurecht hier als besondere Frau aufgeführt.

Sicherlich war es früher schwieriger als Frau ernst genommen zu werden und Karriere zu machen. Immerhin hielt sich ein Frauenbild bis ins 20. Jahrhundert. Aus diesem Grund möchte ich auch Rosalind Franklin erwähnen. Sie war eine britische Biochemikerin und Spezialistin für Röntgenstrukturanalyse von kristallisierten Makromolekülen. Als Wissenschaftlerin leistete sie weitreichende Forschungsarbeiten zur Struktur von Kohlen und Koks als Brennstoff sowie von Viren. Ihre wichtigsten Forschungsergebnisse waren Röntgenbeugungsdiagramme der DNA und deren mathematische Analyse. Sie trugen wesentlich zur Aufklärung der Doppelhelixstruktur der DNA bei. Gemeinsam mit Raymond Gosling veröffentlichte sie einen Forschungsartikel, welcher parallel zum Artikel von James Watson und Francis Crick erschien und mit deren Erkenntnisse übereinstimmte. Watson und Crick hatten für ihre Entschlüsselung der DNA, für die sie später beide den Nobelpreis erhielten, Forschungsergebnisse von Franklin ohne deren Wissen und Zustimmung benutzt. Daran merkte man, dass auch schon Mitte des 20 Jahrhunderts die Frau nicht immer komplett wahrgenommen und für ihre Leistungen im selben Umfang wie der Mann belohnt wurde.

Die nächste Frau und somit vorletzte in den Reihen, ist Agatha Christie. Sie war eine britische Schriftstellerin und zählt zu den erfolgreichsten Autorinnen der Literaturgeschichte. Sie verfasste hauptsächlich Kriminalromane und Kurzgeschichten, welche sogar mehrfach verfilmt wurden. Ihre bekanntesten Schöpfungen ist der belgische Detektiv Hercule Poirot mit seinem Freund Arthur Hastings und die altjüngferliche Miss Marple. Noch gar nicht so lange her, kam eine Neuauflage des Films «Mord im Orientexpress» ins Kino, welche wohl durchaus zu den bekanntesten Werken dieser einzigartigen Frau gehörte. Insgesamt schrieb sie 66 Romane, zahlreiche Kurzgeschichten, zwei Autobiographien, mehrere Lyriksammlungen und 23 Bühnenstücke. Diese wurden in fünf Hörspielen, 22 Kinofilmen, 76 Fernsehfilmen, 19 Zeichentrickfilmen sowie in einigen Computerspielen adaptiert.
Die letzte Dame für heute ist Audrey Hepburn. Sie faszinierte mit ihrer leisen und sensiblen Spielkunst ein Millionen-Publikum. Dabei avancierte sie zu einer der grossen Diven des internationalen Films. Ausserdem prägte sie mit ihrer eleganten Erscheinung und ihrer Mode das Frauenbild der 1950er sowie der 1960er Jahre entscheidend mit. Sie erhielt sogar einen Oscar für ihre Hauptrolle in dem Film «Ein Herz und eine Krone», obwohl ihr populärster Film wohl tatsächlich «Frühstück bei Tiffany» aus dem Jahr 1961 ist. Insgesamt erhielt sie mehr als fünfzig Auszeichnen, welche nicht alle nur mit ihrer herausragenden Arbeit bei Theater und Film zu tun hatten. Sie zeigte auch unermüdlichen Einsatz und humanitäre Unterstützung von Kindern in aller Welt.

Das war es von mir heute wieder. Wir – das Team – wünschen euch auf diesen Wege noch einen schönen Weltfrauentag.

Geschichtsträchtige Grüße wünscht das Chaos-Team aus London
Harrison McAvoy | Alistair McCallum | Emilia McCallum | Catriona BlairMcKenzie | Ichabod Galloway | Bamidele Diallo
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Feliks Komarow findet es nice!
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#30

RE: SISTERBOOK

in DREAMS IN LONDON 09.03.2019 21:46
von Dreams in London
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Heute ist Samstag und dieser ist meiner Auffassung nach schon wieder viel zu schnell vorbei gegangen. Klar, wir haben noch etwas Zeit, aber seien wir mal ehrlich? Am Wochenende will man ausschlafen – sofern man Langschläfer ist – und dann ist ja schon der halbe Tag um. Aber nun genug gejammert, wir werden alle das Wochenende in vollen Zügen geniessen und wie jede Woche am Montag wieder voll angreifen. Der 9. März ist auf jeden Fall interessant, weswegen ich nun endlich mal beginne.

Am 9. März 1566 geschah ein Mord vor den Augen der schottischen Königin Maria Stuart. Ihr Privatsekretär und Günstling David Rizzio wird in Holyrood Palace in Edinburgh unter der Führung ihres eifersüchtigen Gemahls Henry Stuart, Lord Darnley, ermordet. Die hochschwangere Königin wird kurzzeitig unter Hausarrest gestellt. Die Ermordung Davids löste eine Kette tragischer Ereignisse aus, die zur Abdankung Marias und ihrer Flucht nach England führten, wo sie gefangengesetzt und 1587 enthauptet wurde. Am heutigen Tag hat Lord Darnley nicht nur David ermorden lassen, sondern auch seine eigene Mutter fand im Jahr 1578 den Tod. Auch hier wurde zur damaligen Zeit bereits vermutet, dass auch sie ein Mordopfer geworden war, aber es konnte nie nachgewiesen werden, dass Robert Dudley – enger Vertrauter Elizabeth I – seine Finger im Spiel hatte. Tatsache war, dass er am 7. März zu Besuch gewesen war und sie am Abend von heftigen Schmerzen heimgesucht wurde und zwei Tage später verstarb. Margaret Douglas – so ihr Name – war von königlichem Geblüt. Ihre Mutter war Margaret Tudor – Schwester Heinrichs VIII von England. Sie war daher eine Cousine Elizabeth I sowie auch Maria I. Sie gehörte zur katholischen Opposition und hatte daher kein allzu gutes Verhältnis zu ihrer Cousine Elizabeth, weswegen auch vermutet wird, dass Robert Dudley für seine über alles geliebte Königin, Margaret umgebracht hat. Durch geschicktes Taktieren schaffte es die Countess of Lennox jedoch, ihren Sohn Henry Stuart, Lord Darnley mit ihrer eigenen Nichte Maria Stuart zu verheiraten und somit Grossmutter König Jakobs von England und Schottland zu werden.

Weiter geht es in politische Angelegenheiten. Gewiss müsste ich nichts über Irland berichten, aber ich finde, die Sache durch den Brexit macht den Nordirland Konflikt wieder aktuell, weswegen ich auch über unsere Nachbarn, die sich ja immerhin auf derselben Insel befinden, berichten möchte. Am 9. März 1932 vollzieht sich im irischen Freistaat mit Ernennung Éamon de Valeras, des Vorsitzenden der in der Unterhauswahl siegreichen Fianna Fáiil zum Präsidenten des Regierungsrates, der erste Regierungswechsel. Da Valera gilt als einer der einflussreichsten irischen Politiker des 20 Jahrhunderts. Er wird zu den charismatischsten Prominenten in Irland seiner Zeit und eine Führungspersönlichkeit gezählt. Sein politisches und ideologisches Erbe ist jedoch heute stark umstritten. Unter seiner Führung entwickelte sich Irland zwar zu einem Staat, der formal demokratisch, aber innenpolitisch repressiv und aussenpolitisch recht isoliert war. Seine Neutralität im zweiten Weltkrieg war sehr umstritten. Er war der einzige Regierungschef weltweit, der nach dem Suizid Adolf Hitlers in einer deutschen Botschaft kondolierte. 1946 wand er sich an die britische Botschaft und protestierte gegen die Todesstrafen beim Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher. Seine politische Karriere dauerte mehr als 50 Jahre. Er war mehrmals Ministerpräsident – insgesamt 24 Jahre lang – Oppositionsführer, sein eigener Aussenminister, Vorsitzender der Partei Fianna Fáil und Präsident von Irland.

Am 9. März wurden gleich mehrere gute Musiker geboren. 1930 erblickte Vic Ash das Licht der Welt. Er ist ein britischer Jazz-Klarinettist und Saxophonist des Oldtime-Jazz und Swing. Er war nicht nur sein Leben lang dem Jazz treu, sondern hatte in den 1950er Jahren auch einen eigenen Radiosender «Sunday Break», wo über Jazz und Religion diskutiert wurde. Er zählte zu dieser Zeit als Favourit in den Fan-Umfragen der Zeitschrift Melody Maker. Der zweite Musiker ist Chris Thompson, welcher im Jahr 1948 das Licht der Welt erblickte. Er ist ein britischer Rock-Sänger, Gitarrist und Komponist. Bekanntheit erlangte er insbesondere als die Stimme der «Manfred Mann’s Earth Band», welche vor allem in den 1970er und 1980er Jahren Erfolge feiern konnten. Das bekannteste Lied dieser Band – für mich – ist blinded by the light. Happy Birthday an Mr. Thompson.

Natürlich sind auch einige Personen am 9. März verstorben. Darunter zählt Henry Rich, 1. Earl of Holland, welcher 1649 den letzten Atemzug machte. Er war ein englischer Peer, Politiker und Offizier. Er zählte zu den zahlreichen Liebhabern der Marie de Rohun. Seine Laufbahn begann ganz unspektakulär als Courtier und Soldat. Er wurde jedoch rasch einer der Günstlinge des Königs Jakob I (Sohn Mary Stuarts und Lord Darnley), fiel aber nach der Thronbesteigung von Karl I in Ungnade. 1622 wurde er zum Baron Kensington und 1624 zum Earl of Holland. Während der «Englischen Bürgerkriege» kämpfte er zuerst auf der Seite der Parlamentarier und später auf der Seite der Royalisten. Im Juli 1648 wurde er während der Kampfhandlungen gefangengenommen und im darauffolgenden Jahr am 9. März wegen Hochverrats in London hingerichtet
Da gestern bereits Weltfrauentag war und ich ohnehin immer den Frauen zu wenig Aufmerksamkeit zukommen lasse, möchte ich an dieser Stelle noch Mary Anning erwähnen. Sie war eine britische Paläontologin und verstarb im Jahr 1847. Sie war die erste britische Fossiliensammlerin und kann daher zurecht als eine der ersten Paläontologinnen bezeichnet werden. Ihre Funde waren wichtige Belege für das Aussterben von Tierarten. Bis zu ihrer Zeit war man der Annahme, dass keine Tier ausstarben, dass sie sich lediglich einen anderen Platz zum Leben gesucht hatten. Die Küste, an denen Mary ihre Funde machte, ist heute eine der berühmtesten Fundstellen für Saurierfossilien weltweit. Die ältesten Schichten der Küste stammen aus der Trias und können auf ein Alter von ca. 250 Millionen Jahren datiert werden, die jüngsten Schichten stammen aus dem Ende der Kreidezeit. Somit decken sie ein Grossteil des Erdmittelalters, einer von Saurier dominierten Erdepoche ab. Sie wird allgemein Jurassic Coast genannt und gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO. Die gute Frau geriet nach ihrem Tod in Vergessenheit, wurde in den letzten Jahrzehnten jedoch als eine der wichtigsten und aussergewöhnlichsten Figuren der frühen Paläontologie, wiederentdeckt.

Heute bin ich wieder viel zu lang geworden, aber ich konnte mich einfach nicht bremsen. Jedoch erlöse ich euch nun von den informativen Test und wünsch euch noch einen angenehmen Samstag Abend.

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