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RE: SISTERBOOK - 3
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#31

RE: SISTERBOOK

in DREAMS IN LONDON 10.03.2019 20:56
von Dreams in London
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Heute ist Sonntag und das Wochenende somit fast schon wieder an uns vorbeigezogen. Viel zu schnell meiner Meinung nach, aber ändern lässt es sich nun einmal auch nicht. Ich hoffe daher, dass ihr heute alle noch etwas Erholung findet, sodass ihr die nächste Woche wieder ohne Probleme schafft. Heute am 10. März gibt es auch wieder enorm viel zu berichten, weswegen ich nun damit anfangen werde.

Beginnen wir mal mit der Politik. Am 10. März 1629 löst König Karl I das Parlament auf und führt sein Land in die elf Jahre andauernde parlamentslose Zeit. Er regierte also ab 1629 ohne Parlament, gestützt auf seine Vertrauten Thomas Wentworth und William Laud. Die Star Chamber war für weltliche Angelegenheiten zuständig, die hohe Kommission für die kirchlichen Belange. Der Bischof von London wollte die presbyterianische Kirchenverfassung in Schottland abschaffen und durch die anglikanische Kirche ersetzen. Die Schotten protestierten jedoch und erhoben sich. Schottische Truppen marschierten in England ein, was der Auslöser war, dass Karl I am 13. April 1640 wieder das Parlament zusammenrufen liess, weil er natürlich finanzielle Mittel zur Bekämpfung der Schotten benötigte. Am 5. Mai 1640 löste er jedoch das Parlament wieder auf und genau diese Tagungsperiode wurde als «kurzes Parlament» bekannt.

Wie dankbar sind wir alle für das gut ausgebaute U-Bahn Netz in London? Im Jahr 1906 nahm die U-Bahn Linie Baker Street & Waterloo Railway zwischen den Stationen Baker Street und Kennington Road den Betrieb auf. Im Jahr 1876 fand das erste Telefongespräch statt. Bereits am 7. März habe ich über Alexander Graham Bell berichtet und genau dieser führte dieses Gespräch mit seinem Assistenten Thoms Watson.

Geboren wurden am heutigen Tag auch einige nennenswerte Persönlichkeiten. Im Jahr 1538 kam Thomas Howard, 4 Duke of Norfolk auf die Welt. Er war der älteste Sohn des Henry Howard und der Frances de Vere. Seinen Titel erbte er jedoch von seinem Grossvater Thomas Howard, nachdem sein Vater 1547 hingerichtet worden war. Dank seiner Abstammung genoss er hohes Ansehen, hatte aber nur begrenzten Einfluss auf die Politik der Königin Elizabeth I. Diesen Zustand hielt er jedoch für unangebracht, war er immerhin der ranghöchste Adelige des Reiches und der einzige Herzog Englands. Obwohl er nach dem Tod der Königin Maria I wieder zum Protestantismus zurückkehrte, erzog er alle seine Kinder katholisch. Er hat insgesamt dreimal geheiratet und alle seine Frauen sind nach der Geburt seiner Kinder gestorben. Aus diesem Grund verfiel er dem Plan Maria Stuart – die schottische Königin – heiraten zu wollen. Sie war katholisch und es waren sogar Pläne im Gange, sodass Maria Stuart und Thomas Howard für England sehr günstigen Bedingungen auf den schottischen Thron zurückkehren, aber Elizabeth traute Thomas Howard nicht, verhielt er sich ihr gegenüber sehr ungeschickt. Die Hochzeitspläne wollte er jedoch nicht aufgeben, weswegen es zum ein oder anderen Aufstand kam, wo sich der gute Herzog aber immer herauswinden konnte. Erst als eine Verschwörung in seinem Anwesen nachgewiesen werden konnte, glaubte und verzieh die Königin ihm nicht mehr und es kostete ihm den Kopf.
1788 erblickte Edward Hodges Baily das Licht der Welt. Er war ein englischer Bildhauer und hat unter anderem das Standbild Nelsons auf der korinthischen Säule am Trafalgar Square, das Denkmal Lord Hollands in der Westminsterabtei und andere Porträtstatuen und Büsten modelliert. Er hat ausserdem die Statue «Eva an der Quelle» gemacht, welches man sich im Kunstinstitut in Bristol anschauen kann.
Dann will ich noch Spencer Gore hervorheben. Dieser kam im Jahr 1850 zur Welt und war ein englischer Tennis- und Cricketspieler. Warum ich ihn erwähnen musste? Er war der erste Wimbledon Gewinner im Jahr 1877 und Wimbledon ist heutzutage wohl jedem ein Begriff. Heute feiert ausserdem Jack Butland seinen 26 Geburtstag. Er ist ebenso Teil der englischen Fussballnationalmannschaft, welche letztes Jahr in Russland sehr erfolgreich war.

Natürlich haben auch heute wieder diverse Menschen, den Tod gefunden. Unter anderem Maud de Lacy. Sie fand den Tod im Jahr 1289. Sie entstammte einer anglonormannischen Familie, war die Tochter von John de Lacy, 1. Earl of Lincoln und von Margaret de Quincy. 1237 bot ihr Vater dem König Heinrich III 5000 Mark, um sie mit dem minderjährigen Richard de Clare, dem Erben der Familie Clare, zu vermählen. Der König wollte den jungen Clare jedoch mit einer seiner französischen Verwandten verheiraten, aber Hugo X von Lusignan lehnte es ab, einer seiner Töchter mit Richard de Clare zu vermählen. Im Jahr 1238 kam daher doch noch die Hochzeit zwischen den Beiden zustande. Aus der Ehe gingen drei Söhne und vier Töchter hervor. Im Jahr 1262 wurde sie zur Witwe. Sie überlebte ihren einzigen Mann um 25 Jahre. Nach dessen Tod sollten all seine Besitzungen an sie übergehen, aber König Heinrich III gab ihr nur ein Drittel der de Clare Besitzungen. Erst nach dem zweiten Krieg der Barone wurden die Besitzungen gerecht zwischen ihr und ihrem ältesten Sohn aufgeteilt. Maud konzentrierte sich anschliessend vermehrt um die Vermählung ihrer Töchter. Ausserdem war sie eine grosszügige Förderin diverser Klöster unter anderem das von ihrem verstorbenen Mann gegründete Priorat von Clare, welches die erste Niederlassung der Augustinereremiten in England war.
John de Vere, 13. Earl of Oxford, fand im Jahr 1513 den Tod. Er wurde zu dieser Zeit vergleichsweise alt, zählte er bei seinem Tod bereits 70 Jahre. Er war ein englischer Adliger und erblicher Lord Great Chamberlain von England. Während der Rosenkriege war er einer der wichtigsten Anhänger des Hauses Lancaster. Er war ein jüngerer Sohn des John Vere und der Elisabeth Howard. Während sein Vater und sein älterer Bruder bei der Machtübernahme durch Edward IV exekutiert und dadurch der Familienbesitz eingezogen wurde, blieb er verschont und bekam eine durchaus angesehene Frau an die Seite gestellt. Er heiratete Margaret Neville, die Schwester Richard Nevilles, der vor allem unter dem Titel «der Königmacher» bekannt war. 1468 landete John aufgrund einer Verschwörung im Tower. Sein Schwager Richard setzte sich aber für ihn ein, sodass er im Folgejahr bereits wieder auf freien Fuss war. Er schloss sich anschliessend seinem Schwager an und schoss gegen König Edward IV, konnte er sich dabei auch noch an den Mann rächen, der seinen Vater exekutiert hatte. 1470 floh er mit seinem Schwager nach Frankreich, kehrte erfolglos im selben Jahr noch nach England zurück, nur um wieder nach Frankreich zu flüchten. Dort verweilte er bis 1485 und schloss sich letztlich Heinrich Tudor an und verhalf diesem somit auf den englischen Thron. Er hatte keine Kinder und der Titel ging über an seinen Neffen, der denselben Namen wie er trug.

Geschichtsträchtige Grüße wünscht das Chaos-Team aus London
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#32

RE: SISTERBOOK

in DREAMS IN LONDON 15.03.2019 21:54
von Dreams in London
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Es ist schon wieder Freitag und das bedeutet, dass erneut eine Woche vorüber ist und wir uns getrost in das Wochenende fallen lassen können. Nun ja, manche von uns zumindest. Andere werden wohl noch immer ein wenig arbeiten müssen, aber das ändert nichts daran, dass wir uns natürlich dennoch über das Wochenende freuen.
Wiedereinmal ist es nicht der gute Bamidele, welcher euch diesen Gästebucheintrag bringt, sonder Ichabod, was bedeutet, dass wir uns ein weiteres Mal mit der Antike auseinandersetzen werden.

Allerdings habe ich heute keine griechischen Mythen dabei, stattdessen entführe ich euch für ein paar Momente in das alte Rom. Genauer gesagt ins Jahr 44 vor Christus. In dieser Zeit gab es einen Mann, der nicht nur ein bekannter Feldherr und Autor war, sondern maßgeblich zum Ende der römischen Republik beitrug und somit an der späteren Umwandlung zum Kaiserreich beteiligt war. Natürlich spreche ich über niemand anderen als Gaius Julius Caeser.
Dieser entstammte der Linie der Julier, einem angesehenem, jedoch nach Standard des römischen Adels nicht unbedingt reiche, altrömischen Patriziergeschlecht, welches seine Wurzeln auf Iulus den Sohn des Aeneas zurückführte. Doch damit war der altehrwürdigen Abstammung noch nicht genug getan, denn Aenaes war, der Sage nach, der Sohn der Venus. Eine vermeintlich göttliche Verbindung, welche Caeser würdigte, indem er der Göttin im Jahr 45 vor Christus einen Tempel errichten ließ.
Doch was haben diese Informationen mit dem 15. März zu tun? Nun Caeser strebte die Alleinherrschaft über das römische Reich an. Ob er sich dabei als König ausrufen lassen wollte, oder ob ihm die Diktatur genügte, ist bis heute noch ein umstrittener Faktor. Zwar scheint er eine königsgleiche Stellung gehabt zu haben, doch die Monarchie einzuführen sollt ihm nicht gelingen. Im Jahr 46 vor Christus ließ er sich zum Diktator auf Zehn Jahre ausrufen. Dies sollte allerdings nur zwei Jahre halten, denn in den Anfängen des Jahres 44 vor Christs setzte er dem ganzen die Krone - obgleich nicht wortwörtlich - auf. Er ließ sich zum dictator perpetuus, dem Dikator auf Lebenszeit ernennen und machte sich dadurch alles andere als Freunde.
Im Senat hatten sich einige Männer um Gaius Cassius Longinus und Marcus Iunius Brutus versammelt, die allesamt fürchteten, Caeser würde zu mächtig werden und die Republik nicht, wie einst geplant umgestalten, sondern sich stattdessen als Tyrann entpuppen. Viele dieser Senatoren, so auch Brutus, welcher für Caeser den Stand eines Sohnes einnahm, waren einst Günstlinge und Anhänger des Diktators gewesen, doch ihre Meinungen über den Mann hatten sich geändert. Über 80 Männer waren in den Plan Caeser zu ermorden eingeweiht. Keiner verriet das Vorhaben.

Dies führt uns also letzen Endes zum 15. März 44 vor Christus. Am Tag zuvor erhielt Caeser von einem namentlich unbekannten Augur (ein römischer Beamter) die Warnung "Cave Idus Martias" welche übersetzt "Hüte dich vor den Iden [der Mitte] des März" bedeutet. Doch, angestachelt durch Spott über seinen vermeintlichen Aberglauben, entschied sich Caeser die Warnung in den Wind zu schlagen und zu der Senatssitzung im Theater des Pompeius zu erscheinen.
60 Männer waren letzten Endes an der Ermordung Gaius Julius Caesers beteiligt. 23 mal wurde auf ihn eingestochen und auch wenn es die Anzahl seiner Wunden eigentlich nicht zulässt erzählt die Überlieferung, dass seine letzten Worte, gesprochen in Griechisch, an einen seiner Mörder, genauer gesagt an Marcus Iunius Brutus gerichtet waren. "καὶ σὺ τέκνον" - "Auch du, mein Sohn"

Ich muss sagen, dass mich persönlich die Antike schon immer gefesselt hat und ob man Julius Caeser nun aus dem Latein-, dem Geschichtsunterricht oder doch aus Asterix und Obelix kennt, ist eines klar. So ziemlich jeder von uns hat zumindest schon einmal von dem Mann gehört, der das römische Reich für immer verändern sollte.

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#33

RE: SISTERBOOK

in DREAMS IN LONDON 16.03.2019 00:27
von Maya Drake
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Hallöchen Liebste Partner

Endlich ist es wieder soweit! Das Wochenende ist da.
Und an diesem Samstag sollten wir nicht nur unser Sofa und die bequeme Jogginghose genießen,
sondern auch an etwas süßes und flauschiges denken.
Dieser Samstag ist nämlich der Tag des Pandas



Goldig oder? Und während ich dieses Bild so anschaue und dabei immer wieder seufzen muss,
bin ich am überlegen, was meine Mitbewohnerin wohl zu einem Pandabären sagen würde?
Ob es ihr bei dem Chaos in meinem Zimmer überhaupt auffallen würde?
Ich werde euch über meine Pläne auf dem laufenden halten.

Bis dahin, genießt euren Samstag, schaut ein paar knuffige Pandabilder an
und sagt eurem Sofa oft genug, wie lieb ihr es habt.
Ich glaube nämlich, ich kann den Montag schon wieder riechen...

*Ist nun auf der Suche nach einem Panda*
Eure Maya vom Adventure Team



Welcome to Mexico / Missing Ones





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#34

RE: SISTERBOOK

in DREAMS IN LONDON 16.03.2019 21:46
von Dreams in London
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Ich weiß ja nicht, wie es bei euch aussieht, aber hier bei mir scheint das Wetter heute nicht so ganz zu wissen, was es will. Erst regnet es, dann kommt die Sonne raus, es ist nicht wirklich kalt, aber warm kann man es auch nicht nennen... dabei ist doch noch gar nicht April, sondern erst der 16. März - welche unglaublich grandiose Überleitung meinerseits, bitte bitte nur kein Applaus.
Aber nun einmal in aller Ernsthaftigkeit. Es ist der 16. März und das bedeutet, dass 2019 nur noch 290 Tage bis zum neuen Jahr sind. Wie sieht es mit euren Vorsätzen aus? Habt ihr euch daran gehalten, was ihr euch für dieses Jahr vorgenommen habt? Habt ihr inzwischen schon aufgegeben? Oder habt ihr es wie ich gemacht und das mit den Vorsätzen gleich bleiben lassen?

Nun, was auch immer eure Antwort auf diese Frage ist, eins bleibt doch gleich, nämlich die Tatsache, dass ich auch heute ein paar Fakten dabei habe, die euch vielleicht interessieren könnten. Tatsächlich reise ich mich heute sogar ein wenig zusammen und berichte euch nicht wie gestern über das Antike Rom, sondern konzentriere mich doch lieber mal wieder auf Großbritannien. Der langen Rede kurzer Sinn, hier ist Fakt Nummer 1:

Begeben wir uns also in das Jahr 1322 in die nordenglische Stadt Boroughbridge. Dort fand am am 16. März die Schlacht statt, welche in dem entscheidenden Sieg der englischen Armee über Thomas of Lancasters Rebellion enden sollte. Thomas of Lancaster war der Cousin von Eduard II. dem damals amtierenden König Englands. Anfangs hatten die beiden Cousins sogar noch eine ziemlich gute Beziehung in die Brüche, doch bald nach der Krönung Eduards begann ihr Verhältnis zu bröckeln und die beiden fingen an sich voneinander zu entfremden. Bis sie letzten Endes auf zwei vollkommen verschiedenen Seiten standen. Bei Boroughbridge kam es schließlich zu dem Finalen Kampf der von Thomas angezettelten Rebellion. Allerdings sollte diese kein gutes Ende für den Earl of Lancaster. Als es schlecht für ihn aussah, flüchtete er in die örtliche Kapelle und weigerte sich sich zu ergeben, woraufhin sein Widersacher, Andrew Harclay, der Sheriff von Cumberland, die Kapelle stürmen ließ und Thomas gefangen nehmen ließ. Zuerst sollte er zum Tod durch "Hanged, drawn and quartered" verurteilt werden, doch wegen ihrer Verwandschaft begnadigte der König ihn schließlich zum Tod durch Enthauptung.

Für den zweiten Fakt des Abends springen wir ein paar Jahre in die Zukunft... zumindest wenn wir von Fakt Nummer Eins ausgehen.Tatsächlich ist heute nämlich der 84. Todestag des schottisch-kanadischen Physiologen John Macleod (genauer gesagt John James Rickard Macleod) welcher am 6. September 1876 in Cluny bei Dunkeld, Schottland geboren wurde und am 16. März 1935 in Aberdeen, Schottland, verstarb. Macleod schloss zuerst ein Studium in Medizin an der Universität Aberdeen ab und studierte im Anschluss Biochemie in Leipzig. Tatsächlich lieferte er im Laufe seiner Kariere wichtige Arbeiten über die Zuckerkrankheit und war Mitentdecker des Insulins.
Eine Entdeckung, die mittlerweile bereits vielen Menschen das Leben gerettet hat.

Das ist für heute nun auch wieder alles, was ich euch mitzuteilen habe. Vielleicht war es ja für den ein oder anderen von Interesse und wer sich für derartige Dinge interessiert, dem kann ich eine tiefere Recherche nur empfehlen. Immerhin gibt es viel zu viele Kleinigkeiten und Hintergründe, die in den zwei Fällen, die ich gerade aufgezeigt habe, von Bedeutung sind, als dass ich sie alle aufzählen könnte.

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#35

RE: SISTERBOOK

in DREAMS IN LONDON 23.03.2019 15:47
von Dreams in London
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Es ist Samstag, Leute. SAMSTAG! Und noch dazu schönes Wetter. Der Tag kann also eigentlich nur wundervoll sein! Oder ganz einfach O.K. - das wird nämlich heute Teil meines Themas sein. Denn genau heute an diesem Tag vor genau 180 Jahren wurde die Abkürzung OK das erste Mal öffentlich in einer Zeitung festgehalten, als The Boston Morning Post es als Teil eines Witzes verwendete. Nun fragt ihr euch sicher, für was OK denn eigentlich steht, schließlich kennt man es im heutigen Sprachgebrauch eigentlich nur noch so, aber wie ich selbst erfahren habe, sand es ursprünglich für "oll korrect" - ein in den 1890er Jahren populärer Slang für "all correct". Wie gut, dass sich das einfache OK letztendlich etabliert hat und inzwischen eigentlich sogar als eigenes Wort steht.

Und da derlei Wortentstehungen mir doch ganz interessant erscheinen, dachte ich mir, sehe ich mich mal nach weiteren solchen Besonderheiten um, schließlich ist es doch immer ganz spannend, mehr über unsere gängigen Formulierungen und Wörter zu erfahren.
Sehen wir uns doch mal ein Wort an, welches überaus oft ein Konversationsanfang ist.
> "Hallo"
Eine sehr gängige, wenig formale Begrüßung, meist an Freunde gerichtet. Woher kommt sie? Wie ist das Wort entstanden? Man ist sich darüber tatsächlich uneins. Einerseits könnte es sein, dass diese Begrüßungsfloskel von dem althochdeutschen "halon" oder dem mittelhochdeutschen "halen" stammt, was natürlich für uns, die ja nun das moderne Deutsch sprechen recht plausibel sein könnte. "Hallo" könnte aber auch in anderen nicht-germanischen Sprachen seinen Ursprung gefunden haben, beispielsweise im Hebräischen oder Ungarischen. Ganz gleich wie es entstanden sein mag, heutzutage sind wir jedenfalls überaus froh, dieses Wort verwenden zu können!

Alle guten Dinge sind drei, nicht wahr? Deshalb komme ich jetzt auch schon zum dritten Wort. Für dieses habe ich mir eines ausgesucht, welches in fast Jedem Satz zur Verwendung kommt. "Ich"
Man kann es nicht bestreiten, die Leute reden einfach gern über sich selbst und daran ist ja, solange es nicht in übertriebenem Maße geschieht, absolut nichts Schlechtes. Aber mal abgesehen von der Bedeutung des Wortes wollen wir uns nun doch einmal die Entstehung ansehen. Auch hier gibt es alt- und mittelhochdeutsche Ursprünge ("ih" und, wie zu erwarten, eine Verwandtschaft mit dem Lateinischen "Ego", wovon sich ja auch der Begriff 'Egoismus' ableitet. Auch eine Zurückführung auf das germanische "ek/ekan" ist recht gängig. Soviel also zur Entstehung des "Ich"s.

Nun sehe ich es aber an der Zeit, diese kleine Deutschstunde zu einem Ende zu bringen. Ich hoffe, sie hat euch gefallen und vielleicht wurde ja nun bei dem ein oder anderen das Interesse geweckt, sich auf die Suche nach weiteren Wortentstehungsgeschichten zu begeben. Langweilig wird es euch dabei jedenfalls nicht sein, schließlich ist das Ganze Teil unseres alltäglichen Lebens.

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#36

RE: SISTERBOOK

in DREAMS IN LONDON 24.03.2019 20:40
von Dreams in London
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Der Ruhetag der Woche hat uns wieder erreicht und trotzdem werde ich mich nicht zur Ruhe setzen, sondern auch heute wieder interessante Aspekte und Persönlichkeiten aus der Vergangenheit hier zusammentragen und euch zusammenfassen. Okay, manchmal schaffe ich es nicht, mich kurz zu halten, aber das sollte man mir verzeihen können. Wir springen daher einfach mal ins 17. Jahrhundert.

Am 24. März 1603 stirbt Elisabeth I nach 45 – Jähriger Herrschaft über England. Sie war eine gute Königin. Sie hat nie geheiratet und ging in die Geschichtsbücher als «The Virgin Queen» ein, auch wenn man sich darüber nicht so sicher war, ob sie wirklich jungfräulich gewesen ist. Vor ihrer Thronbesteigung hat sie Avancen eines Thomas Seymours erhalten, welche sie ggfs. nachgegeben hat und ein Kind erwartete. Geburten waren zu der Zeit wirklich sehr hart und es starben nicht gerade wenige im Kindsbett. Vielleicht war es gar so eine harte Geburt, sodass sie nicht mehr empfangen konnte? Verurteilen werden wir sie deswegen nicht. Es traten ja schon zu Lebzeiten häufig Gerüchte auf, dass sie mit Robert Dudley, einem Kindheitsfreund, sehr verbunden war. Wie weit die Verbindung ging, ist nicht eindeutig übertragen und sicherlich müssen nicht alle Gerüchte unwahr sein. Mir persönlich gefällt aber viel mehr, dass sie England als ihren wahren Ehemann und Liebe ihres Lebens betitelte und somit auch ausschlug, Robert Dudley zu ehelichen. Sie tat alles für England und übergab dieses Reich dem Sohn ihrer Cousine Maria Stuart, der als Jakob I England und Irland sowie weiterhin als Jakob VI Schottland regierte. Somit begann die Herrschaft der Stuarts auf den britischen Inseln.

Am heutigen Tag im Jahr 1866 begab sich der schottische Missionar und Afrikaforscher David Livingstone in Mikindani auf seine letzte Forschungsreise auf der Suche nach der Quelle des Nils. Er war auch der erste Europäer, welcher die Viktoriafälle sah und sie nach der damaligen Königin benannte.

Kulturell betrachtet, passt es nicht wirklich zu Grossbritannien, aber dennoch wollte ich es nicht unerwähnt lassen. Ich für meinen Teil finde es sogar wichtig, das zu erzählen. Am 24. März 2002 erhielten Halle Berry und Denzel Washington, erstmals zwei afroamerikanische Schauspieler, den Oscar für die beste Hauptrolle. Immerhin ist es noch nicht allzu lange her, seitdem man aufgrund seiner Hautfarbe beurteilt wurde. Es gab sogar getrennte Schulen sowie Toiletten usw. Martin Luther King war ein Bürgerrechtler, der sich vor allem für die Gleichberechtigung aller Rassen einsetzte und gegen Rassismus vorging. Er war sozusagen der Vorreiter, der Zweiklassengesellschaft den Kampf anzusagen und trug daher schon dazu bei, dass im 20. Jahrhundert immer häufiger Gleichberechtigung und Gleichbehandlung eintrat und alle Menschen die Anerkennung erhielten, welche sie verdient hatten.

Im Jahr 1878 trat eine Katastrophe auf der Insel ein. Das Schulschiff HMS Eurydice der britischen Royal Navy gerät auf der Fahrt von Bermuda nach Portsmouth in einen Schneesturm und singt direkt vor der Isle of Wight. Von über 350 Männern an Board überleben lediglich zwei.

Am heutigen Tag feiern natürlich auch einige Geburtstag. Einen will ich hervorheben. Sein Name ist Edward le Despenser, 1. Baron le Despenser. Er war ein englischer Adeliger und Millitär, was an sich nichts Besonderes ist. Er hat im Jahr 1336 das Licht der Welt erblickt. Bereits in seiner Jugend hat er enorm viel Land vererbt bekommen und zählte wohl durchaus zu den wohlhabenden Adeligen. Militärisch betrachtet, unterstützte er vor allem Edward III und war viel unterwegs. Wie er es geschafft hat, trotz seiner vielen Reisen, seiner Ehefrau vier Kinder zu schenken, ist mir ein Rätsel, aber für die Zeugung wird auch nicht so viel Zeit benötigt. Im Jahr 1362 war er mal wieder in London als der dritte Sohn Edwards zum Duke of Clarence erhoben wurde und gehörte später auch dessen Gefolge an, wo er ab ’68 der ranghöchste Edelmann wurde. Lionel of Antwerp, der Duke of Clarence wurde mit der Tochter von Galleazzo II Visconti verlobt und brach in diesem Jahr auch nach Mailand auf, um diese zu heiraten. Kurz nach der Hochzeit verstarb der Duke und Edward war der Auffassung, dass er vergiftet wurde. Er blieb daher 4 Jahre in Italien, um den Tod Lionel zu vergelten und trat in die Dienste von Papst Urban V. Er kämpfte für diesen sowie für Venedig gegen die Visconti von Mailand. Im Jahr ’70 wurde dieser sogar vom Papst persönlich gelobt. Despenser galt in seiner Zeit als Kriegsheld. Seine lange Anwesenheit von vier Jahren und seine Tapferkeit in Italien wurde vermutlich durch ein Fresko von Andrea da Firenze in der Kapelle der Kirche Santa Maria Novella in Florenz gewürdigt, wo er in der Nähe von Kaiser Karl IV mit dem Hosenbandorden dargestellt ist. Er wurde von damaligen Chronisten als ehrenwertester englischer Ritter seiner Zeit betitelt.

Und da ich ohnehin schon wieder viel zu lang bin und ich mir ja auch noch für nächstes Jahr etwas aufheben muss, wollte ich noch Ernest Shepard ehren. Er verstarb im Jahr 1976, war britischer Illustrator und trug das heutige Bild des Winnie Puh bei. Sicherlich wären die Kinderbuchgeschichten von A. A. Milne nicht so populär, wäre die Zeichnung von Ernest nicht so treffend. Selbst heute bietet Winnie Puh noch vielen Kindern Spass und begleitet diese bis in ihr Erwachsenenleben, ehe sie ihren eigenen Kindern diesen tollen Bären mit seinen Freunden als Begleiter mit auf ihren Weg geben.

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