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RE: SISTERBOOK - 3


#31

RE: SISTERBOOK

in DREAMS IN LONDON 10.03.2019 20:56
von Dreams in London
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Heute ist Sonntag und das Wochenende somit fast schon wieder an uns vorbeigezogen. Viel zu schnell meiner Meinung nach, aber ändern lässt es sich nun einmal auch nicht. Ich hoffe daher, dass ihr heute alle noch etwas Erholung findet, sodass ihr die nächste Woche wieder ohne Probleme schafft. Heute am 10. März gibt es auch wieder enorm viel zu berichten, weswegen ich nun damit anfangen werde.

Beginnen wir mal mit der Politik. Am 10. März 1629 löst König Karl I das Parlament auf und führt sein Land in die elf Jahre andauernde parlamentslose Zeit. Er regierte also ab 1629 ohne Parlament, gestützt auf seine Vertrauten Thomas Wentworth und William Laud. Die Star Chamber war für weltliche Angelegenheiten zuständig, die hohe Kommission für die kirchlichen Belange. Der Bischof von London wollte die presbyterianische Kirchenverfassung in Schottland abschaffen und durch die anglikanische Kirche ersetzen. Die Schotten protestierten jedoch und erhoben sich. Schottische Truppen marschierten in England ein, was der Auslöser war, dass Karl I am 13. April 1640 wieder das Parlament zusammenrufen liess, weil er natürlich finanzielle Mittel zur Bekämpfung der Schotten benötigte. Am 5. Mai 1640 löste er jedoch das Parlament wieder auf und genau diese Tagungsperiode wurde als «kurzes Parlament» bekannt.

Wie dankbar sind wir alle für das gut ausgebaute U-Bahn Netz in London? Im Jahr 1906 nahm die U-Bahn Linie Baker Street & Waterloo Railway zwischen den Stationen Baker Street und Kennington Road den Betrieb auf. Im Jahr 1876 fand das erste Telefongespräch statt. Bereits am 7. März habe ich über Alexander Graham Bell berichtet und genau dieser führte dieses Gespräch mit seinem Assistenten Thoms Watson.

Geboren wurden am heutigen Tag auch einige nennenswerte Persönlichkeiten. Im Jahr 1538 kam Thomas Howard, 4 Duke of Norfolk auf die Welt. Er war der älteste Sohn des Henry Howard und der Frances de Vere. Seinen Titel erbte er jedoch von seinem Grossvater Thomas Howard, nachdem sein Vater 1547 hingerichtet worden war. Dank seiner Abstammung genoss er hohes Ansehen, hatte aber nur begrenzten Einfluss auf die Politik der Königin Elizabeth I. Diesen Zustand hielt er jedoch für unangebracht, war er immerhin der ranghöchste Adelige des Reiches und der einzige Herzog Englands. Obwohl er nach dem Tod der Königin Maria I wieder zum Protestantismus zurückkehrte, erzog er alle seine Kinder katholisch. Er hat insgesamt dreimal geheiratet und alle seine Frauen sind nach der Geburt seiner Kinder gestorben. Aus diesem Grund verfiel er dem Plan Maria Stuart – die schottische Königin – heiraten zu wollen. Sie war katholisch und es waren sogar Pläne im Gange, sodass Maria Stuart und Thomas Howard für England sehr günstigen Bedingungen auf den schottischen Thron zurückkehren, aber Elizabeth traute Thomas Howard nicht, verhielt er sich ihr gegenüber sehr ungeschickt. Die Hochzeitspläne wollte er jedoch nicht aufgeben, weswegen es zum ein oder anderen Aufstand kam, wo sich der gute Herzog aber immer herauswinden konnte. Erst als eine Verschwörung in seinem Anwesen nachgewiesen werden konnte, glaubte und verzieh die Königin ihm nicht mehr und es kostete ihm den Kopf.
1788 erblickte Edward Hodges Baily das Licht der Welt. Er war ein englischer Bildhauer und hat unter anderem das Standbild Nelsons auf der korinthischen Säule am Trafalgar Square, das Denkmal Lord Hollands in der Westminsterabtei und andere Porträtstatuen und Büsten modelliert. Er hat ausserdem die Statue «Eva an der Quelle» gemacht, welches man sich im Kunstinstitut in Bristol anschauen kann.
Dann will ich noch Spencer Gore hervorheben. Dieser kam im Jahr 1850 zur Welt und war ein englischer Tennis- und Cricketspieler. Warum ich ihn erwähnen musste? Er war der erste Wimbledon Gewinner im Jahr 1877 und Wimbledon ist heutzutage wohl jedem ein Begriff. Heute feiert ausserdem Jack Butland seinen 26 Geburtstag. Er ist ebenso Teil der englischen Fussballnationalmannschaft, welche letztes Jahr in Russland sehr erfolgreich war.

Natürlich haben auch heute wieder diverse Menschen, den Tod gefunden. Unter anderem Maud de Lacy. Sie fand den Tod im Jahr 1289. Sie entstammte einer anglonormannischen Familie, war die Tochter von John de Lacy, 1. Earl of Lincoln und von Margaret de Quincy. 1237 bot ihr Vater dem König Heinrich III 5000 Mark, um sie mit dem minderjährigen Richard de Clare, dem Erben der Familie Clare, zu vermählen. Der König wollte den jungen Clare jedoch mit einer seiner französischen Verwandten verheiraten, aber Hugo X von Lusignan lehnte es ab, einer seiner Töchter mit Richard de Clare zu vermählen. Im Jahr 1238 kam daher doch noch die Hochzeit zwischen den Beiden zustande. Aus der Ehe gingen drei Söhne und vier Töchter hervor. Im Jahr 1262 wurde sie zur Witwe. Sie überlebte ihren einzigen Mann um 25 Jahre. Nach dessen Tod sollten all seine Besitzungen an sie übergehen, aber König Heinrich III gab ihr nur ein Drittel der de Clare Besitzungen. Erst nach dem zweiten Krieg der Barone wurden die Besitzungen gerecht zwischen ihr und ihrem ältesten Sohn aufgeteilt. Maud konzentrierte sich anschliessend vermehrt um die Vermählung ihrer Töchter. Ausserdem war sie eine grosszügige Förderin diverser Klöster unter anderem das von ihrem verstorbenen Mann gegründete Priorat von Clare, welches die erste Niederlassung der Augustinereremiten in England war.
John de Vere, 13. Earl of Oxford, fand im Jahr 1513 den Tod. Er wurde zu dieser Zeit vergleichsweise alt, zählte er bei seinem Tod bereits 70 Jahre. Er war ein englischer Adliger und erblicher Lord Great Chamberlain von England. Während der Rosenkriege war er einer der wichtigsten Anhänger des Hauses Lancaster. Er war ein jüngerer Sohn des John Vere und der Elisabeth Howard. Während sein Vater und sein älterer Bruder bei der Machtübernahme durch Edward IV exekutiert und dadurch der Familienbesitz eingezogen wurde, blieb er verschont und bekam eine durchaus angesehene Frau an die Seite gestellt. Er heiratete Margaret Neville, die Schwester Richard Nevilles, der vor allem unter dem Titel «der Königmacher» bekannt war. 1468 landete John aufgrund einer Verschwörung im Tower. Sein Schwager Richard setzte sich aber für ihn ein, sodass er im Folgejahr bereits wieder auf freien Fuss war. Er schloss sich anschliessend seinem Schwager an und schoss gegen König Edward IV, konnte er sich dabei auch noch an den Mann rächen, der seinen Vater exekutiert hatte. 1470 floh er mit seinem Schwager nach Frankreich, kehrte erfolglos im selben Jahr noch nach England zurück, nur um wieder nach Frankreich zu flüchten. Dort verweilte er bis 1485 und schloss sich letztlich Heinrich Tudor an und verhalf diesem somit auf den englischen Thron. Er hatte keine Kinder und der Titel ging über an seinen Neffen, der denselben Namen wie er trug.

Geschichtsträchtige Grüße wünscht das Chaos-Team aus London
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#32

RE: SISTERBOOK

in DREAMS IN LONDON 15.03.2019 21:54
von Dreams in London
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Es ist schon wieder Freitag und das bedeutet, dass erneut eine Woche vorüber ist und wir uns getrost in das Wochenende fallen lassen können. Nun ja, manche von uns zumindest. Andere werden wohl noch immer ein wenig arbeiten müssen, aber das ändert nichts daran, dass wir uns natürlich dennoch über das Wochenende freuen.
Wiedereinmal ist es nicht der gute Bamidele, welcher euch diesen Gästebucheintrag bringt, sonder Ichabod, was bedeutet, dass wir uns ein weiteres Mal mit der Antike auseinandersetzen werden.

Allerdings habe ich heute keine griechischen Mythen dabei, stattdessen entführe ich euch für ein paar Momente in das alte Rom. Genauer gesagt ins Jahr 44 vor Christus. In dieser Zeit gab es einen Mann, der nicht nur ein bekannter Feldherr und Autor war, sondern maßgeblich zum Ende der römischen Republik beitrug und somit an der späteren Umwandlung zum Kaiserreich beteiligt war. Natürlich spreche ich über niemand anderen als Gaius Julius Caeser.
Dieser entstammte der Linie der Julier, einem angesehenem, jedoch nach Standard des römischen Adels nicht unbedingt reiche, altrömischen Patriziergeschlecht, welches seine Wurzeln auf Iulus den Sohn des Aeneas zurückführte. Doch damit war der altehrwürdigen Abstammung noch nicht genug getan, denn Aenaes war, der Sage nach, der Sohn der Venus. Eine vermeintlich göttliche Verbindung, welche Caeser würdigte, indem er der Göttin im Jahr 45 vor Christus einen Tempel errichten ließ.
Doch was haben diese Informationen mit dem 15. März zu tun? Nun Caeser strebte die Alleinherrschaft über das römische Reich an. Ob er sich dabei als König ausrufen lassen wollte, oder ob ihm die Diktatur genügte, ist bis heute noch ein umstrittener Faktor. Zwar scheint er eine königsgleiche Stellung gehabt zu haben, doch die Monarchie einzuführen sollt ihm nicht gelingen. Im Jahr 46 vor Christus ließ er sich zum Diktator auf Zehn Jahre ausrufen. Dies sollte allerdings nur zwei Jahre halten, denn in den Anfängen des Jahres 44 vor Christs setzte er dem ganzen die Krone - obgleich nicht wortwörtlich - auf. Er ließ sich zum dictator perpetuus, dem Dikator auf Lebenszeit ernennen und machte sich dadurch alles andere als Freunde.
Im Senat hatten sich einige Männer um Gaius Cassius Longinus und Marcus Iunius Brutus versammelt, die allesamt fürchteten, Caeser würde zu mächtig werden und die Republik nicht, wie einst geplant umgestalten, sondern sich stattdessen als Tyrann entpuppen. Viele dieser Senatoren, so auch Brutus, welcher für Caeser den Stand eines Sohnes einnahm, waren einst Günstlinge und Anhänger des Diktators gewesen, doch ihre Meinungen über den Mann hatten sich geändert. Über 80 Männer waren in den Plan Caeser zu ermorden eingeweiht. Keiner verriet das Vorhaben.

Dies führt uns also letzen Endes zum 15. März 44 vor Christus. Am Tag zuvor erhielt Caeser von einem namentlich unbekannten Augur (ein römischer Beamter) die Warnung "Cave Idus Martias" welche übersetzt "Hüte dich vor den Iden [der Mitte] des März" bedeutet. Doch, angestachelt durch Spott über seinen vermeintlichen Aberglauben, entschied sich Caeser die Warnung in den Wind zu schlagen und zu der Senatssitzung im Theater des Pompeius zu erscheinen.
60 Männer waren letzten Endes an der Ermordung Gaius Julius Caesers beteiligt. 23 mal wurde auf ihn eingestochen und auch wenn es die Anzahl seiner Wunden eigentlich nicht zulässt erzählt die Überlieferung, dass seine letzten Worte, gesprochen in Griechisch, an einen seiner Mörder, genauer gesagt an Marcus Iunius Brutus gerichtet waren. "καὶ σὺ τέκνον" - "Auch du, mein Sohn"

Ich muss sagen, dass mich persönlich die Antike schon immer gefesselt hat und ob man Julius Caeser nun aus dem Latein-, dem Geschichtsunterricht oder doch aus Asterix und Obelix kennt, ist eines klar. So ziemlich jeder von uns hat zumindest schon einmal von dem Mann gehört, der das römische Reich für immer verändern sollte.

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#33

RE: SISTERBOOK

in DREAMS IN LONDON 16.03.2019 00:27
von Maya Drake
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Hallöchen Liebste Partner

Endlich ist es wieder soweit! Das Wochenende ist da.
Und an diesem Samstag sollten wir nicht nur unser Sofa und die bequeme Jogginghose genießen,
sondern auch an etwas süßes und flauschiges denken.
Dieser Samstag ist nämlich der Tag des Pandas



Goldig oder? Und während ich dieses Bild so anschaue und dabei immer wieder seufzen muss,
bin ich am überlegen, was meine Mitbewohnerin wohl zu einem Pandabären sagen würde?
Ob es ihr bei dem Chaos in meinem Zimmer überhaupt auffallen würde?
Ich werde euch über meine Pläne auf dem laufenden halten.

Bis dahin, genießt euren Samstag, schaut ein paar knuffige Pandabilder an
und sagt eurem Sofa oft genug, wie lieb ihr es habt.
Ich glaube nämlich, ich kann den Montag schon wieder riechen...

*Ist nun auf der Suche nach einem Panda*
Eure Maya vom Adventure Team



Welcome to Mexico / Missing Ones





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#34

RE: SISTERBOOK

in DREAMS IN LONDON 16.03.2019 21:46
von Dreams in London
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Ich weiß ja nicht, wie es bei euch aussieht, aber hier bei mir scheint das Wetter heute nicht so ganz zu wissen, was es will. Erst regnet es, dann kommt die Sonne raus, es ist nicht wirklich kalt, aber warm kann man es auch nicht nennen... dabei ist doch noch gar nicht April, sondern erst der 16. März - welche unglaublich grandiose Überleitung meinerseits, bitte bitte nur kein Applaus.
Aber nun einmal in aller Ernsthaftigkeit. Es ist der 16. März und das bedeutet, dass 2019 nur noch 290 Tage bis zum neuen Jahr sind. Wie sieht es mit euren Vorsätzen aus? Habt ihr euch daran gehalten, was ihr euch für dieses Jahr vorgenommen habt? Habt ihr inzwischen schon aufgegeben? Oder habt ihr es wie ich gemacht und das mit den Vorsätzen gleich bleiben lassen?

Nun, was auch immer eure Antwort auf diese Frage ist, eins bleibt doch gleich, nämlich die Tatsache, dass ich auch heute ein paar Fakten dabei habe, die euch vielleicht interessieren könnten. Tatsächlich reise ich mich heute sogar ein wenig zusammen und berichte euch nicht wie gestern über das Antike Rom, sondern konzentriere mich doch lieber mal wieder auf Großbritannien. Der langen Rede kurzer Sinn, hier ist Fakt Nummer 1:

Begeben wir uns also in das Jahr 1322 in die nordenglische Stadt Boroughbridge. Dort fand am am 16. März die Schlacht statt, welche in dem entscheidenden Sieg der englischen Armee über Thomas of Lancasters Rebellion enden sollte. Thomas of Lancaster war der Cousin von Eduard II. dem damals amtierenden König Englands. Anfangs hatten die beiden Cousins sogar noch eine ziemlich gute Beziehung in die Brüche, doch bald nach der Krönung Eduards begann ihr Verhältnis zu bröckeln und die beiden fingen an sich voneinander zu entfremden. Bis sie letzten Endes auf zwei vollkommen verschiedenen Seiten standen. Bei Boroughbridge kam es schließlich zu dem Finalen Kampf der von Thomas angezettelten Rebellion. Allerdings sollte diese kein gutes Ende für den Earl of Lancaster. Als es schlecht für ihn aussah, flüchtete er in die örtliche Kapelle und weigerte sich sich zu ergeben, woraufhin sein Widersacher, Andrew Harclay, der Sheriff von Cumberland, die Kapelle stürmen ließ und Thomas gefangen nehmen ließ. Zuerst sollte er zum Tod durch "Hanged, drawn and quartered" verurteilt werden, doch wegen ihrer Verwandschaft begnadigte der König ihn schließlich zum Tod durch Enthauptung.

Für den zweiten Fakt des Abends springen wir ein paar Jahre in die Zukunft... zumindest wenn wir von Fakt Nummer Eins ausgehen.Tatsächlich ist heute nämlich der 84. Todestag des schottisch-kanadischen Physiologen John Macleod (genauer gesagt John James Rickard Macleod) welcher am 6. September 1876 in Cluny bei Dunkeld, Schottland geboren wurde und am 16. März 1935 in Aberdeen, Schottland, verstarb. Macleod schloss zuerst ein Studium in Medizin an der Universität Aberdeen ab und studierte im Anschluss Biochemie in Leipzig. Tatsächlich lieferte er im Laufe seiner Kariere wichtige Arbeiten über die Zuckerkrankheit und war Mitentdecker des Insulins.
Eine Entdeckung, die mittlerweile bereits vielen Menschen das Leben gerettet hat.

Das ist für heute nun auch wieder alles, was ich euch mitzuteilen habe. Vielleicht war es ja für den ein oder anderen von Interesse und wer sich für derartige Dinge interessiert, dem kann ich eine tiefere Recherche nur empfehlen. Immerhin gibt es viel zu viele Kleinigkeiten und Hintergründe, die in den zwei Fällen, die ich gerade aufgezeigt habe, von Bedeutung sind, als dass ich sie alle aufzählen könnte.

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#35

RE: SISTERBOOK

in DREAMS IN LONDON 23.03.2019 15:47
von Dreams in London
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Es ist Samstag, Leute. SAMSTAG! Und noch dazu schönes Wetter. Der Tag kann also eigentlich nur wundervoll sein! Oder ganz einfach O.K. - das wird nämlich heute Teil meines Themas sein. Denn genau heute an diesem Tag vor genau 180 Jahren wurde die Abkürzung OK das erste Mal öffentlich in einer Zeitung festgehalten, als The Boston Morning Post es als Teil eines Witzes verwendete. Nun fragt ihr euch sicher, für was OK denn eigentlich steht, schließlich kennt man es im heutigen Sprachgebrauch eigentlich nur noch so, aber wie ich selbst erfahren habe, sand es ursprünglich für "oll korrect" - ein in den 1890er Jahren populärer Slang für "all correct". Wie gut, dass sich das einfache OK letztendlich etabliert hat und inzwischen eigentlich sogar als eigenes Wort steht.

Und da derlei Wortentstehungen mir doch ganz interessant erscheinen, dachte ich mir, sehe ich mich mal nach weiteren solchen Besonderheiten um, schließlich ist es doch immer ganz spannend, mehr über unsere gängigen Formulierungen und Wörter zu erfahren.
Sehen wir uns doch mal ein Wort an, welches überaus oft ein Konversationsanfang ist.
> "Hallo"
Eine sehr gängige, wenig formale Begrüßung, meist an Freunde gerichtet. Woher kommt sie? Wie ist das Wort entstanden? Man ist sich darüber tatsächlich uneins. Einerseits könnte es sein, dass diese Begrüßungsfloskel von dem althochdeutschen "halon" oder dem mittelhochdeutschen "halen" stammt, was natürlich für uns, die ja nun das moderne Deutsch sprechen recht plausibel sein könnte. "Hallo" könnte aber auch in anderen nicht-germanischen Sprachen seinen Ursprung gefunden haben, beispielsweise im Hebräischen oder Ungarischen. Ganz gleich wie es entstanden sein mag, heutzutage sind wir jedenfalls überaus froh, dieses Wort verwenden zu können!

Alle guten Dinge sind drei, nicht wahr? Deshalb komme ich jetzt auch schon zum dritten Wort. Für dieses habe ich mir eines ausgesucht, welches in fast Jedem Satz zur Verwendung kommt. "Ich"
Man kann es nicht bestreiten, die Leute reden einfach gern über sich selbst und daran ist ja, solange es nicht in übertriebenem Maße geschieht, absolut nichts Schlechtes. Aber mal abgesehen von der Bedeutung des Wortes wollen wir uns nun doch einmal die Entstehung ansehen. Auch hier gibt es alt- und mittelhochdeutsche Ursprünge ("ih" und, wie zu erwarten, eine Verwandtschaft mit dem Lateinischen "Ego", wovon sich ja auch der Begriff 'Egoismus' ableitet. Auch eine Zurückführung auf das germanische "ek/ekan" ist recht gängig. Soviel also zur Entstehung des "Ich"s.

Nun sehe ich es aber an der Zeit, diese kleine Deutschstunde zu einem Ende zu bringen. Ich hoffe, sie hat euch gefallen und vielleicht wurde ja nun bei dem ein oder anderen das Interesse geweckt, sich auf die Suche nach weiteren Wortentstehungsgeschichten zu begeben. Langweilig wird es euch dabei jedenfalls nicht sein, schließlich ist das Ganze Teil unseres alltäglichen Lebens.

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#36

RE: SISTERBOOK

in DREAMS IN LONDON 24.03.2019 20:40
von Dreams in London
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Der Ruhetag der Woche hat uns wieder erreicht und trotzdem werde ich mich nicht zur Ruhe setzen, sondern auch heute wieder interessante Aspekte und Persönlichkeiten aus der Vergangenheit hier zusammentragen und euch zusammenfassen. Okay, manchmal schaffe ich es nicht, mich kurz zu halten, aber das sollte man mir verzeihen können. Wir springen daher einfach mal ins 17. Jahrhundert.

Am 24. März 1603 stirbt Elisabeth I nach 45 – Jähriger Herrschaft über England. Sie war eine gute Königin. Sie hat nie geheiratet und ging in die Geschichtsbücher als «The Virgin Queen» ein, auch wenn man sich darüber nicht so sicher war, ob sie wirklich jungfräulich gewesen ist. Vor ihrer Thronbesteigung hat sie Avancen eines Thomas Seymours erhalten, welche sie ggfs. nachgegeben hat und ein Kind erwartete. Geburten waren zu der Zeit wirklich sehr hart und es starben nicht gerade wenige im Kindsbett. Vielleicht war es gar so eine harte Geburt, sodass sie nicht mehr empfangen konnte? Verurteilen werden wir sie deswegen nicht. Es traten ja schon zu Lebzeiten häufig Gerüchte auf, dass sie mit Robert Dudley, einem Kindheitsfreund, sehr verbunden war. Wie weit die Verbindung ging, ist nicht eindeutig übertragen und sicherlich müssen nicht alle Gerüchte unwahr sein. Mir persönlich gefällt aber viel mehr, dass sie England als ihren wahren Ehemann und Liebe ihres Lebens betitelte und somit auch ausschlug, Robert Dudley zu ehelichen. Sie tat alles für England und übergab dieses Reich dem Sohn ihrer Cousine Maria Stuart, der als Jakob I England und Irland sowie weiterhin als Jakob VI Schottland regierte. Somit begann die Herrschaft der Stuarts auf den britischen Inseln.

Am heutigen Tag im Jahr 1866 begab sich der schottische Missionar und Afrikaforscher David Livingstone in Mikindani auf seine letzte Forschungsreise auf der Suche nach der Quelle des Nils. Er war auch der erste Europäer, welcher die Viktoriafälle sah und sie nach der damaligen Königin benannte.

Kulturell betrachtet, passt es nicht wirklich zu Grossbritannien, aber dennoch wollte ich es nicht unerwähnt lassen. Ich für meinen Teil finde es sogar wichtig, das zu erzählen. Am 24. März 2002 erhielten Halle Berry und Denzel Washington, erstmals zwei afroamerikanische Schauspieler, den Oscar für die beste Hauptrolle. Immerhin ist es noch nicht allzu lange her, seitdem man aufgrund seiner Hautfarbe beurteilt wurde. Es gab sogar getrennte Schulen sowie Toiletten usw. Martin Luther King war ein Bürgerrechtler, der sich vor allem für die Gleichberechtigung aller Rassen einsetzte und gegen Rassismus vorging. Er war sozusagen der Vorreiter, der Zweiklassengesellschaft den Kampf anzusagen und trug daher schon dazu bei, dass im 20. Jahrhundert immer häufiger Gleichberechtigung und Gleichbehandlung eintrat und alle Menschen die Anerkennung erhielten, welche sie verdient hatten.

Im Jahr 1878 trat eine Katastrophe auf der Insel ein. Das Schulschiff HMS Eurydice der britischen Royal Navy gerät auf der Fahrt von Bermuda nach Portsmouth in einen Schneesturm und singt direkt vor der Isle of Wight. Von über 350 Männern an Board überleben lediglich zwei.

Am heutigen Tag feiern natürlich auch einige Geburtstag. Einen will ich hervorheben. Sein Name ist Edward le Despenser, 1. Baron le Despenser. Er war ein englischer Adeliger und Millitär, was an sich nichts Besonderes ist. Er hat im Jahr 1336 das Licht der Welt erblickt. Bereits in seiner Jugend hat er enorm viel Land vererbt bekommen und zählte wohl durchaus zu den wohlhabenden Adeligen. Militärisch betrachtet, unterstützte er vor allem Edward III und war viel unterwegs. Wie er es geschafft hat, trotz seiner vielen Reisen, seiner Ehefrau vier Kinder zu schenken, ist mir ein Rätsel, aber für die Zeugung wird auch nicht so viel Zeit benötigt. Im Jahr 1362 war er mal wieder in London als der dritte Sohn Edwards zum Duke of Clarence erhoben wurde und gehörte später auch dessen Gefolge an, wo er ab ’68 der ranghöchste Edelmann wurde. Lionel of Antwerp, der Duke of Clarence wurde mit der Tochter von Galleazzo II Visconti verlobt und brach in diesem Jahr auch nach Mailand auf, um diese zu heiraten. Kurz nach der Hochzeit verstarb der Duke und Edward war der Auffassung, dass er vergiftet wurde. Er blieb daher 4 Jahre in Italien, um den Tod Lionel zu vergelten und trat in die Dienste von Papst Urban V. Er kämpfte für diesen sowie für Venedig gegen die Visconti von Mailand. Im Jahr ’70 wurde dieser sogar vom Papst persönlich gelobt. Despenser galt in seiner Zeit als Kriegsheld. Seine lange Anwesenheit von vier Jahren und seine Tapferkeit in Italien wurde vermutlich durch ein Fresko von Andrea da Firenze in der Kapelle der Kirche Santa Maria Novella in Florenz gewürdigt, wo er in der Nähe von Kaiser Karl IV mit dem Hosenbandorden dargestellt ist. Er wurde von damaligen Chronisten als ehrenwertester englischer Ritter seiner Zeit betitelt.

Und da ich ohnehin schon wieder viel zu lang bin und ich mir ja auch noch für nächstes Jahr etwas aufheben muss, wollte ich noch Ernest Shepard ehren. Er verstarb im Jahr 1976, war britischer Illustrator und trug das heutige Bild des Winnie Puh bei. Sicherlich wären die Kinderbuchgeschichten von A. A. Milne nicht so populär, wäre die Zeichnung von Ernest nicht so treffend. Selbst heute bietet Winnie Puh noch vielen Kindern Spass und begleitet diese bis in ihr Erwachsenenleben, ehe sie ihren eigenen Kindern diesen tollen Bären mit seinen Freunden als Begleiter mit auf ihren Weg geben.

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Nikolai Romanow findet es nice!
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#37

RE: SISTERBOOK

in DREAMS IN LONDON 29.03.2019 21:40
von Dreams in London
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Es ist schon wieder Freitag, was bedeutet, dass wir uns getrost in das Wochenende werfen und die Strapazen der letzen paar Tage hinter uns lassen können. Nun ja, ich wünsche euch zumindest allen, dass es so ist. Aber wo die einen entspannen können erwartet die anderen leider nur noch mehr Arbeit. Welch rosige Aussichten. Apropos rosige Aussichten, habt ihr gewusst, dass sich eine der wohl entscheidendsten Schlachten des Rosenkrieges am 29. März 1461 also genau vor 558 Jahren zutrug ?[Überleitungen kann ich]
Genau genommen handelte es sich um die Schlacht von Towton. Zwar war diese nicht die letzte Schlacht, welche innerhalb des 30 Jahre andauernden Krieges ausgefochten werden sollte, doch die daraus Resultierenden Ereignisse sollten das Machtverhältnis zwischen dem Haus York und dem Haus Lancaster zeitweise zu Gunsten der Yorks kippen. Damit endete die sogenannte "erste Phase" der Rosenkriege. King Henry VI., Queen Margaret of Anjou und Henry Beaufort, 2. Duke of Somerset mussten nach Schottland fliehen, während die den Lancastern angehörigen Adelsfamilien zu King Edward IV. überliefen.

Die im 19. Jahrhundert amtierende Queen Victoria sollte eigentlich jedem zumindest vom Namen her bekannt sein. Zumindest, wenn man bedenkt, dass ein ganzes Zeitalter nach ihr benannt wurde. Am 29. März 1871 eröffnete eben diese Dame die Royal Albert Hall of Arts and Sciences. Eine Veranstaltungshalle in London. Seit 1941 finden hier jährlich die sogenannten "Proms" statt. Diese sind eine traditionelle Sommerkonzertreihe, welche zwischen Juli und September täglich Konzerte mit klassischer Musik darbieten. Sie stammen von den seit dem 18. Jahrhundert beliebten, ebenfalls in London entstandenen Promenadenkonzerten, ab.

Egal ob man sich nun stark für Politik interessiert oder nicht. Egal ob man regelmäßig auf große Demonstrationen geht oder solche Angelegnheiten lieber "den anderen" überlässt, eines ist sicher: Vom Brexit hat bestimmt jeder von uns schon mal gehört. Aber habt ihr gewusst, dass das ganze vor exakt zwei Jahren seinen offiziellen Anfang gefunden hat. Damals schrieb die britische Prime-Ministerin Theresa May einen Brief an die EU, in welchem sie sich auf Artikel 50 des Vertrags von Lissabon. Dieser besagt, dass jeder Mitgliedsstaat der EU aus dieser Vereinigung austreten kann. Dies hatte zur Folge, dass der Brexit in die Wege geleitet wurde.

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#38

RE: SISTERBOOK

in DREAMS IN LONDON 30.03.2019 20:39
von Dreams in London
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Heute ist wieder Samstag. Was habt ihr heute Schönes vor? Geniesst ihr das Wetter? Geht ihr in Biergärten und lasst den Abend gemütlich ausklingen oder zieht es euch doch eher in die Clubszene? Egal, was ihr euch auch heute vorgenommen habt, geniesst jede Minute davon, denn das Wochenende ist ohnehin immer zu kurz. Um euch auch nicht zu viel Zeit zu stehlen, mache ich mich nun daran, die wichtigsten Informationen zusammenzufassen und zu präsentieren.

Der erste Stopp umfasst die Politik und trägt daher unmittelbar zum Weltgeschehen bei. Am 30. März 1296 erobert König Eduard I bei einem Straffeldzug mit seiner Armee die Stadt Berwick-upon-Tweed gegen das von John Balliol regierte Schottland. Es kommt zu einem zweitägigen Massaker an der Bevölkerung. Eduard I wollte wohl unbedingt Schottland für sich gewinnen. Irgendwie hat er zeitlebens versucht, die Macht Schottlands auch noch auf seine Schultern zu hieven.
Am heutigen Tag im Jahr 1856 wurde der Krimkrieg zwischen Russland einerseits und dem Osmanischen Reich, Frankreich, Grossbritannien und dem Königreich Sardinien-Piemont andererseits durch den «Dritten Pariser Frieden» beendet. Das Schwarze Meer wurde dabei als neutral erklärt.
Im Jahr 1899 erfolgte eine Katastrophe vor der Insel Guernsey (Ärmelkanal). Im dichten Nebel rammte der britische Passagierdampfer «Stella» die Felsen von Casquets und sank innerhalb von acht Minuten. 105 Menschen kamen ums Leben.

Natürlich sind heute auch wieder einige Menschen geboren. Ich fange mit einer noch lebenden Person an. 1945 erblickte Eric Clapton das Licht der Welt. Gewiss ist er vielen auch unter uns noch bekannt, zählt er zu erfolgreichsten britischen Blues- und Rock Gitarristen sowie Sänger. Er ist 17-facher Grammygewinner und als einziger Musiker dreifaches Mitglied der Rock and Roll Hall of Fame. Er zählte zu den Musikern, die den Bluesrock seit den Sechsziger Jahren mitprägten und darf sich selbst als einer der bedeutendsten Gitarristen sehen. Happy Birthday Eric Clapton.
Seán O’Casey wurde im Jahr 1880 geboren. Er wurde in Dublin, Irland zur Welt gebracht und war ein irischer Dramatiker sowie politischer Aktivist des irischen Freiheitskampfes und des Sozialismus. Er zählt zu den bekanntesten Dramatiker des 20. Jahrhunderts, was er vor allem seiner Darstellung des Lebens der Armen in Dublin und seiner Anti-Kriegs-Dramen, zu verdanken hatte. Er selbst wuchs in einer protestantischen kleinbürgerlichen Familien im Norden Dublins auf. Jedoch veränderte sich nach dem Tod seines Vaters alles. Seine Familie verarmte und er lernte von da an das Leben in den Slums kennen. Er schrieb unzählige Theaterstücke. In seiner Heimat Dublin wurde eine Fussgängerbrücke über den Fluss Liffey, die Sean O’Casey Bridge, nach ihm benannt.

Und eine Person wollte ich euch sicherlich nicht vorenthalten. Für mich zählt er sogar zu den interessantesten Persönlichkeiten im heutigen Eintrag. Albert Pierrepoint wurde am 30. März 1905 geboren. Er war der meistbeschäftigste Henker seines Landes. Zwischen 1932 und 1956 hat er ca. 450 Menschen exekutiert, wobei mindestens 200 Kriegsverbrecher nach 1945 durch seine ‘long drop’ Methode hingerichtet wurden. Albert war nicht der einzige in seiner Familie, der dieser Tätigkeit nachging. Sein Vater und auch sein Onkel waren auf «the list» der Prison Commision, die bevollmächtigt waren, Hinrichtungen zu vollziehen. Jedoch konnte man durch die Beschäftigung als Henker nicht leben, weswegen alle noch einer Nebenbeschäftigung nachgingen. Um das Leben Pierrepoints auszuführen, würde zu lange dauern und auch den Rahmen sprengen, da ich noch über jemanden berichten möchte, aber er wird häufig als letzter Henker seines Landes betrachtet, obwohl er es gar nicht war. Die letzten Hinrichtungen fanden 1964 statt. Dort wurden zwei wegen Raubmordes Verurteilte in unterschiedlichen Gefängnissen hingerichtet, weswegen keiner der beiden sich als den letzten Henker Grossbritanniens bezeichnen konnte und Pierrepoint war der letzte offiziell oberste Henker, weswegen man ihn selbst heutzutage noch als letzten Henker sieht. Nach der Nachkriegszeit erlangte er zu Wohlstand und gab seinen Nebenjob als Auslieferungsfahrer auf und betätigte sich von da an als Gastwirt. Als Wirt des Pubs »Help the Poor Struggler» das bereits vor der Übernahme Alberts so hiess, in Hollinwood nahe Manchester wurden er und sein Lokal zum Ausflugsziel zahlloser Touristen, die sich mit ihm fotografieren lassen wollten. Das Wort ‘to struggle’ wird im Englischen auch verwendet für ‘strampeln’ oder ‘baumeln’ und in diesem Kontext gewann der Name des Pubs eine neue, treffende Bedeutung. 1956 gab er seinen Rücktritt bekannt und in diesem Jahr fand auch keine Hinrichtung statt. Auslöser für seinen Rücktritt war wohl die Hinrichtung eines Gastes aus seinem Pub sowie die Tumulte um die Exekution von Ruth Ellis. Nach seinem Rücktritt wurde er ein Gegner der Todesstrafe. Seine letzten Worte waren: «Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass Hinrichtungen zwecklos sind. Sie sind lediglich ein antiquiertes Relikt eines primitiven Verlangens nach Rache, das es sich einfach macht und die Verantwortung für die Rache auf andere überträgt.» Wenn Interesse besteht, kann man sich auch den Film, welcher im Jahr 2006 erschien, anschauen. Der Titel ist Pierrepoints.

Mein letztes Thema gilt dem Königshaus. Heute ist der 17. Todestag der Königinmutter. Elizabeth Bowes-Lyon – wohl mehr bekannt als Queen Mum – war für ihre Tochter wohl immer die Stütze, die eine Mutter auch sein sollte. Natürlich könnte ich jetzt auch Vergleiche ziehen zwischen Margaret Beaufort und Elizabeth Bowes-Lyon, beides Mütter grosser Monarchen, doch unterlasse ich das an dieser Stelle. Queen Mum erfreute sich einer grossen Beliebtheit beim englischen Volk und unterstützte ihre Tochter auch bei öffentlichen Auftritten. Mit 101 Jahren starb Elizabeth Bowes-Lyon, ob nun an Altersschwäche oder aufgrund des Kummers über den Verlust ihrer jüngeren Tochter Margaret, bleibt ungewiss.

Geschichtsträchtige Grüße wünscht das Chaos Team aus London
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#39

RE: SISTERBOOK

in DREAMS IN LONDON 31.03.2019 18:53
von Dreams in London
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Habe ich es euch nicht gesagt? Das Wochenende vergeht wieder viel zu schnell. Ich hoffe auf jeden Fall, dass ihr den Samstag Abend richtig genossen habt und vielleicht treibt es euch bei diesem Wetter auch heute wieder raus? Hier in London kann man ideal an der Themse flanieren. Vielleicht wollt ihr ja mal vorbeikommen und euch selbst davon überzeugen?

Wir beginnen am 31. März 1939. Wie das Datum schon vermuten lässt, zählt dieser Tag vor allem zur Vorgeschichte des Zweiten Weltkrieges in Europa. Mit der britisch-französischen Garantieerklärung kündigen Grossbritannien und Frankreich an, dass sie im Fall eines deutschen Angriffs auf Polen dem Deutschen Reich den Krieg erklären werden. Wie das ausging, weiss gewiss jeder aus dem Geschichtsunterricht.

Wer hat sich im Jahr 1999 nicht mindestens einmal im Kino befunden, um den Film Titanic zu schauen? 1909 fand in der Werft von Harland & Wolff Ltd. In Belfast die Kiellegung der RMS Titanic statt. Diese war nach der RMS Olympic das zweite Schiff der Olympic-Klasse, welche in Bau ging. Am heutigen Tag fand zwar nicht die Katastrophe statt, aber das Passagierschiff fand am heutigen Tag tatsächlich ihren Beginn.
Kultur hat die Musikgruppe The Beatles tatsächlich nach Grossbritannien gebracht. Im Jahr 1964 standen gleich fünf Singles auf den Plätzen 1-5 der US-amerikanischen Hitparade. Das war eine zuvor nie da gewesen Situation. Selbst heute erfreuen sich die Beatles noch enormer Popularität. Ob der Tod John Lennons letztlich der Auslöser für die Auflösung der Gruppe war? Das wissen wohl nur die Pilzköpfe.
Da wir bereits bei dem Thema Musik sind, möchte ich euch das heutige noch lebende Geburtstagskind präsentieren. Es ist kein geringerer als der Gitarrist der Gruppe AC/DC. Sein Name Angus Young. Jeder kennt zumindest einen Song von dieser Musikgruppe. Ich persönlich bin zwar kein Fan dieser Gruppe oder deren Musik, aber das macht diese nicht weniger erfolgreich oder gar talentiert, indem was sie tun. Er befindet sich auf der Rolling Stone Liste auf Platz 24 in der Rubrik Die besten Gitarristen aller Zeiten. Happy Birthday, Angus!

Ein weiteres Geburtstagskind wäre Benjamin Baker. Geboren ist er am 31. März 1840. Er war ein englischer Bauingenieur und hatte echt Ahnung, von dem was er tat. Seinen Werdegang lasse ich mal aussen vor, denn das würde wohl durchaus den Rahmen sprengen, aber ich will euch trotzdem nicht vorenthalten, was er alles geleistet hat. Er war an vielen Bauprojekten während des Viktorianischen Zeitalters beteiligt. Er hat mit John Fowler die «Forth Bridge» in Schottland erbaut bzw. war zumindest an der Konstruktion dessen beteiligt. Genauso wirkte er bei den städtischen Eisenbahnlinien in London und New York mit und für den Bau der Londoner Metro sind ihm wohl heute noch Millionen von Menschen dankbar. Nach dem Einsturz der Firth-of-Tay-Brücke war er einer der Gutachter. Er konstruierte auch das Spezialschiff Cleopatra und half bei Sicherungs- und Sanierungsarbeiten für drei Brücken von Thomas Telford.
1844 kam Andrew Lang zur Welt. Er war ein schottischer Schriftsteller, Antropologe und Journalist. Als Journalist war er unter anderem für die Dailey News und Morning Post tätig. Bekanntheit erlangte er vor allem durch seine vielen Publikationen über Folklore, Mythologie und Religion. Er ging viel auf Reisen, um Märchen zu sammeln und veröffentlichte diese in vielen Bücher. Wer sich für Märchen oder gar Feengeschichten interessiert, sollte sich das »The Blue Fairy Book» besorgen. In seinem 1900 erschienenen Werk «Making of Religion» vertrat er die These, dass im Volksglauben und Legenden – auch im okkulten Bereich wie den Poltergeistern – alte spirituelle Ideen lebendig seien. Nächstes Jahr werde ich euch weiteres über diesen interessanten Mann berichten, denn es wartet noch ein weiterer Herr, der hier Erwähnung verdient hat. 1905 kam Robert Stevenson zur Welt. Vielleicht sagt euch der Name ja gar etwas? Ich kann soviel sagen, dass er mir meine Kindheit schon alleine wegen eines Filmes versüsst hat. Er war ein britisch-US-amerikanischer Filmregisseur, Drehbuchautor und Filmproduzent. In den Sechziger Jahre hat er einige Walt-Disney-Filme produziert. Sein grösster Erfolg war tatsächlich «Mary Poppins». Durch diesen Film wurde er zum kommerziell erfolgreichsten Regisseur seiner Zeit.

Und nun komme ich zur letzten Person, die im Gegensatz zu den bereits erwähnten, nicht seinen Geburtstag, sondern seinen Todestag heute hat. Sir Isaac Newton verstarb am 31. März 1727. Er war ein englischer Philosoph und Mathematiker. Vermutlich ist jedem der Name ein Begriff, weswegen ich mich gar nicht so lange mit ihm auseinandersetzen muss. Er zählt auf jedem Fall zu den bedeutendsten Wissenschaftler aller Zeiten. Seine sterblichen Überreste befinden sich in der Westminster Abbey. Damit beende ich meine heutige Geschichtsrunde und wünsche euch noch einen erholsamen und angenehmen Sonntag.

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#40

RE: SISTERBOOK

in DREAMS IN LONDON 03.04.2019 20:20
von Dreams in London
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Guten Abend meine lieben. Es ist ein wunderschöner Mittwoch, hier zumindest, und das Wochenende rückt stetig näher. Etwas, dass vermutlich nicht nur mich mit Freunde erfüllt. Ich hoffe, dass ihr alle den ersten April wohl überstanden habt und nicht zu stark hereingelegt wurdet. Vielleicht hattet ihr ja auch das Glück und wurdet gänzlich von diesem Brauch verschont. So oder so, der April hat angefangen und das bedeutet nicht nur, dass der Frühling langsam hereinbricht sondern zudem, dass bereits ein Viertel des neuen Jahres vorüber ist! Die Zeit rennt und rennt aber auch.
Nun aber genug von diesen Sachen. Natürlich bin ich auch heute wieder mit etwas Geschichte im Petto zu euch gekommen. Da morgen aber ein Wochentag ist fasse ich mich heute kurz und erzähle euch nur von einem Fakt.

Begeben wir uns also in das Jahr 1657. Der Namen Oliver Cromwell ist vielleicht dem ein oder anderem ein Begriff. Immerhin wurde er vor ein paar Jahren auf den zehnten Platz der 100 Greatest Britons gewählt. Dennoch sind die Meinung der Historiker über Cromwell gespalten. Einige betrachten ihn als Königsmörder und Diktator andere wiederum sehen ihn ihm einen Freiheitshelden. Doch wer war Oliver Cromwell. Nun während der kurzen republikanischen Phase der englischen Geschichte war er Lordprotektor von England, Schottland und Irland. Er war im Bürgerkrieg gegen Karl I. - dessen Hinrichtung er später betrieb - erst zum Organisator und schließlich zum Feldherren aufgestiegen.
Sein Ziel, England dauerhaft in eine Republik umzuwanden scheiterte allerdings.
Gewiss fragt ihr euch nun, was genau das mit dem 03. April zu tun hat. Aber verzagt nicht. Natürlich hat auch der heutige Fakt etwas mit dem heutigen Tag zu tun. Am 03. April 1657 wurde Oliver Cromwell vom Parlament die Königswürde angeboten, doch der zu diesem Zeitpunkt 57 Jahre alte Mann, lehnte diese ab und beschränkte sich stattdessen auf den Titel des Lordprotektors. Etwa ein Jahr später verstarb er an Malaria, welches er sich in Irland eingefangen hatte.

Wie bereits angekündigt - oder versprochen - halte ich mich heute etwas kürzer. Ich hoffe der kurze Einblick in das 17. Jahrhundert hat euch dennoch gefallen.

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#41

RE: SISTERBOOK

in DREAMS IN LONDON 06.04.2019 16:40
von Dreams in London
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Hallo ihr Lieben.
Es ist mal wieder Samstag und ich persönlich kann es gar nicht abwarten endlich nur noch die Beine hochzulegen und ein wenig zu entspannen. Wie geht es euch so? Hattet ihr heute schon den ganzen Tag frei? Oder musstet ihr wie ich den Vormittag auf der Arbeit verbringen?
Heute komme ich erneut mit nur einem Fakt zu euch. Dieser dreht sich um mein geliebtes Schottland. Wer mich kennt, der weiß, dass ich seit meinem 9. Lebensjahr dem selben Traum treu bleibe. Und dieser lautet eines Tages nach Schottland ziehen zu können. (Wer weiß, vielleicht werde ich euch ja eines Tages Fakten aus den Highlands liefern können. Aber bis dahin ist es wohl noch eine ganze Weile hin, weswegen ich mich wohl damit zufrieden geben muss, erstmals nur aus Deutschland zu schreiben.)

Das Schottland und England eine eher komplizierte Geschichte haben, welche nicht immer rosig aussah, wird den meisten Menschen wohl durchaus bewusst sein. Auch in den heutigen Tagen scheint es gewisse Spannungen zu geben. So startete Schottland an genau dem Tag, an welchem Großbritannien eigentlich die EU verlassen sollte, die neuste Phase ihrer internationalen Scotland is Now Marketingkampagne, in welcher sie Europa zuerst mit den Worten “Scotland has a message for you, [...] from the bottom of our hearts, our beautiful country is open to you.” und schließlich mit "Europe let's continue our love affair." sagten, dass sie trotz des Brexits nicht vor haben irgendetwas an ihrer Einstellung gegenüber Europa zu ändern.
In einer gewissen Weise sagen sie sich dadurch wohl ein wenig von England ab.
Fast wie damals, am 06.04.1320 oder besser gesagt heute vor 699 Jahren. (Welch eine Überleitung, Ichabod!) An jenem Tag unterzeichnete Schottland die Declaration Arbroath auch bekannt als die "schottische Unabhängigkeitserklärung". Die Urkunde war an Papst Johannes XXII gereichtet und proklamierte die schottische Unabhängigkeit von England. Aber wie kam es eigentlich dazu?

Im Jahre 1284 erklärte König Alexander III seine in Norwegen geborene Enkelin Margarete zur Thronfolgerin, sollte es dazu kommen, dass es keine weiteren männlichen Nachkommen des Königshauses Dunkled gäbe. Alexanders eigene Söhne, waren beide bereits verstorben, als er diese Entscheidung traf. Doch Margarete, die nach Alexanders Tod nur zwei Jahre später zur Thronerbin proklamiert wurde, sollte den Thron nie besteigen. Im Jahre 1290 sollte sie von Norwegen nach Schottland reisen, erkrankte jedoch während der Überfahrt und verstarb.
Schottland sah sich nun ohne Königshaus. Es kaum zu einem Interregnum, einer sogenannten Zwischenregierung, in deren Folge zahlreiche Anwärter Anspruch auf den Thron erhoben. Aus diesem Grund wurde der englische König Eduard I. - sein Sohn hatte mit Margarete vermählt werden sollen - um Vermittlung gebeten. Natürlich nahm diese den Zustand des Landes als Möglichkeit war, seinen eigenen Einfluss in Schottland zu stärken. Doch wie heißt es so schön? "So wie man plant und denkt, so kommt es nie." Er bestimmte John Balliol zum neuen König. Doch dieser verweigerte Euduard, nachdem er 1292 gekrönt wurde, die Gefolgschaft. Seine Amtszeit war nur von vier Jahren denn bereits 1269 wurde er nach einer vernichtenden Niederlade zur Abdankung gezwungen und eingekerkert. Die daraus entstehende englische Verwaltung, unter der Schottland nun stand, führte zum ersten Schottischen Unabhängigkeitskrieg.
Hier begegnet uns ein Mann, von dem ich euch - solltet ihr an jenem Tag schon unsere Partner gewesen sein - am 10.02.2019 schon einmal erzählt habe, Robert the Bruce. Dieser ließ sich nämlich im Laufe besagten Unabhängigkeitskrieges, als Anführer der Aufständischen, im Jahr 1306 zum König krönen.
Schließlich, acht Jahre später und nach wechselhaftem Kriegsverlauf, gelang es ihm und seinen Männern, das englische Heer entscheidend zu schlagen. Es war die Im Sumpfland von Bannockburn in der Nähe von Stirling stattfinden Schlacht von Bannockburn, die es ihm ermöglichte die englische Besetzung des Landes zu beenden.

Ich weiß ja nicht wie es euch geht, aber ich finde Geschichte unglaublich faszinierend. Es gibt so viel, was man daraus lernen kann und so viele spannende Überlieferungen, die teilweise klingen als wären sie aus Roman wie "Herr der Ringe" oder "Das Lied von Eis und Feuer", zumindest wenn man sich einmal die Fantasy Elemente weg denkt.
Mit anderen Worten, wer nach der letzten Staffel "Game of Thrones" die ja nun bald laufen wird, Lust auf mehr hat, dem empfehle ich einen Blick in ein Geschichtsbuch. Es mag vielleicht nicht so spannend geschrieben sein, aber der Inhalt ist es dafür alle Male!

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#42

RE: SISTERBOOK

in DREAMS IN LONDON 08.04.2019 18:32
von Dreams in London
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Einen wunderschönen Montag wünsche ich euch.
Ich hoffe ihr hattet alle ein wunderschönes Wochenende und konntet entspannt in die Neue Woche starten.
Eigentlich wollte ich euch ja schon gestern unsere Grüße schicken, doch leider ließ mein WLAN, oder besser gesagt die Nichtexistenz, dieses nicht zu, dass ich auch nur eine einzige Internet Seite laden konnte. Aus diesem Grund hohle ich besagte Grüße heute nach, allerdings mit einem kleinen Twist.
Ihr seid es gewohnt Geschichtsträchtige Fakten von uns zu erhalten und wir haben auch nicht vor daran etwas zu ändern, denn mir zumindest macht das Recherchieren sehr viel Spaß. Allerdings möchte ich mit diesen Grüßen darauf zurückgreifen, dass ich gestern nun mal nicht in der Lage war zu recherchieren. Dies bedeutet ganz leicht: Die einzigen Fakten, die ich euch liefern kann, sind die derer ich mir, auch ohne mich im Internet informieren zu müssen, bewusst bin. Allerdings fürchte ich, dass es passieren könnte, dass ich euch mit meinem unzureichendem Halbwissen, auf das nun wirklich kein Verlass ist, in die Irre führen könnte.
Also habe ich eine ganz einfache Entscheidung getroffen.
Anstatt euch mit richtigen historischen Fakten zu bewerfen, so wie ich es sonst immer mache, werde ich euch anstelle dessen ein wenig über historische Fakten aus dem wunderschönen Fakte Town London, welches wir bewohnen erzählen.

Wusstet ihr zum Beispiel, dass die berüchtigten Gangs "Docks" und "Ratcliffs" ursprünglich zusammen gehörten? Zu Beginn waren es eigentlich nur zwei Brüder, Isaac und Jacob Jones, die nachdem der Zweite Weltkrieg sein Ende gefunden hatte, bemüht waren schneller an Geld zu gelangen. Sie gründeten die 'West-Enders', da sie nicht die einzigen Menschen ihrer Umgebung waren, denen es an Geld mangelte. Zunächst war es natürlich gar nicht so einfach, immerhin ist alle Anfang schwer, doch die beiden Brüder waren nicht nur gerissen sondern bewiesen zudem Durchhaltevermögen. Es begann mit kleinen Diebstählen, die mit der Zeit und mit dem Dazustoßen von mehr und mehr Menschen immer größer wurde.
Doch irgendwann kam es, wie es kommen musste. Isaac und Jacob verfielen in einen bitteren Streit, der dafür sorgte, dass Jacob die 'West-Enders' mit einem Teil der Mitglieder, die treu hinter ihm standen, verließ und stattdessen die 'East-Enders' gründete. Beide Gangs existieren auch heute noch in London und keine von ihnen ist bereit der anderen Platz zu machen. Doch wer am Ende als Sieger aus dem Bandenkrieg emporsteigen wird, die Docks oder die Rats, nun das ist eine Frage auf die nur die Zeit antworten könnte.

So manch einer mag glauben, dass es in den gehobenen Ständen der Stadt anders aussehen mag. Dass Adel und Oberschicht sich nicht in Gang die Köpfe einschlagen. Nun dies stimmt nicht ganz. Denn was wären schon die Reichen ohne eine gewisse Priese an Korruption. Korruption, die sich in der Cursed Crew wiederspiegelt. Gehört, wurde von dieser Gruppe das erste Mal im 16. Jahrhundert und während manche es für eine Lächerliche Phantasie- Erzählung halten, wissen andere ganz genau wie es um ihre Realität bestellt ist. Man könnte sie als Gruppierung gelangweilter Reicher Menschen beschrieben, doch steckt ein wenig mehr dahinter. Sie sind die Strippenzieher. Haben ihre Finger überall, wo es um große Mengen an Geld geht, dabei und tun dies unter einem Schleier der Scheinheiligkeit, welchen sie der Öffentlichkeit präsentieren. Doch, so langsam beginnt ein frischer Wind in den Reihen zu wehen. Ein frischer Wind, der nicht mehr nur brav herumsitzen und nett lächeln möchte.

So, damit lasse ich euch heute auch wieder in Ruhe. Immerhin ist es ja Montag und morgen ist leider nicht schon wieder Wochenende. Auch wenn wir uns das alle bestimmt wünschen würden.

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#43

RE: SISTERBOOK

in DREAMS IN LONDON 12.04.2019 19:09
von Dreams in London
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Es ist Freitag. Endlich! Das Wochenende ist da und wir können wieder einmal die Beine hoch legen und entspannen. Die meisten von uns zumindest. Diejenigen die auch am Wochenende arbeiten müssen, haben mein vollstes Mitgefühl. Vielleicht findet ihr ja dennoch zwischendrin ein paar Stunden in denen ihr es euch einfach nur gut gehen lassen könnt.
Heute finde ich endlich wieder zu unserem Ursprung zurück und bringe ein paar richtige historische Fakten mit mir.
Ich habe wirklich interessante Sachen gefunden! Vielleicht findet ihr sie ja genau so spannend wie ich.
Tatsächlich komme ich heute mit zwei Geburtstagskindern zu euch. Allerdings stammen diese nicht wie sonst aus lang vergangenen Zeiten, sondern sind tatsächlich noch am Leben.

Zum ersten wäre da Professor Doktor Wendy Diane Savage feiert heute ihren 85. Geburtstag, zumindest wenn mich meine Mathekenntnisse nicht vollkommen im Stich gelassen haben. Sie wurde am 12.04.1935 geboren und ist eine britische Gynäkologin und Verfechterin der Frauenrechte im Bereich Geburt und Furchtbarkeit.
Nicht nur trägt sie einen unglaublich genialen Nachnamen, zudem ist sie auch noch die erste Frau, die jemals am Royal London Hospital in den Bereichen Geburtshilfe und Gynäkologie arbeitete. Die Beruf führte sie in die Vereinigten Staaten von Amerika, Nigeria, Kenya und sogar Neuseeland. Zudem war sie für mehr als 16 Jahre ein Mitglied des GMC - General Medical Council. Dies ist eine öffentliche Einrichtung, die das amtliche Register der Ärzte im Vereinigten Königreich führt. Seine Hauptaufgabe besteht darin, "die Gesundheit und Sicherheit der Öffentlichkeit zu schützen, zu fördern und aufrechtzuerhalten", indem die Eintragung in das Register kontrolliert und, sollte es dazu kommen, Mitglieder suspendiert oder entlassen werden.
Über Professor Savage gibt es an sich noch viel mehr zu erfahren, viel zu viel als dass ich alles hier zusammen fassen könnte.

Darum widmen wir uns auch gleich einem weiteren Geburtstagskind.
Geboren am 12. April 1978 feiert ein gewisser Herr namens Guy Rpert Berrymann heute seinen 41. Geburtstag. Dieser Name könnte der ein oder anderen Person vielleicht etwas sagen, denn Guy ist niemand anderes als der Bassist der Band Coldplay. Der Schotte zog mit 12 Jahren nach Kent, England und bekam ein Jahr später seine erste Bass-Gitarre. Er lernte seine Bandkollegen während seiner Studienzeit an dem University College London kennen. Dort studierte er zunächst Ingenieurswissenschaft und schließlich, nachdem er sein erstes Studium nach zwei Semestern abgebrochen hatte, Architektur. Allerdings sollte auch das nicht das richtige sein und er brach erneut ab um sich auf seine Musik zu konzentrieren. Während seine Bandkollegen also ihre Studien beendeten, hielt er sich mit Kellnern über Wasser.
Übel nehmen wir es ihm allerdings nicht, denn an der Musik kann ich persönlich zumindest nichts aussetzen.

Falls du, die Person die dies gerade ließt ebenfalls heute Geburtstag hast, wusstest du, dass diese beiden Personen, diesen Tag mit dir teilen?
Ich finde es ja immer spannend herauszufinden, in Wessen Fußstapfen ich womöglich treten könnte.

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#44

RE: SISTERBOOK

in DREAMS IN LONDON 17.04.2019 18:42
von Dreams in London
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Es ist Mittwoch und das Wochenende winkt in der Ferne. Ich weiß ja nicht wie es euch geht, aber ich könnte gut und gerne darauf verzichten. Das liegt aber einzig daran, dass dieses Wochenende bedeutet, dass die Uni bald wieder startet und ich meine freie Zeit nicht mehr genießen kann, sondern viel mehr mit lernen verbringen muss. Aber so ist das nun mal und an sich hat mich natürlich auch niemand zu einem Studium gezwungen, ich kann also niemanden anders als mich beschuldigen. In der Hoffnung nicht an das bevorstehende Semester zu denken, habe ich heute wieder ein mal ein paar Fakten für euch dabei. Also reden wir gar nicht mehr lange um den heißen Brei herum, sondern werfen uns direkt rein in die Geschichte.

Beginnen wir am 17. April 1635. An diesem Tag erblickte Edward Stillingfleet das Licht der Welt. In seinem Leben sollte sich der gebürtige Brite nicht nur als Theologe und Gelehrter, sondern hinzukommend als wahre Augenweide herausstellen. So war, dank seines guten Aussehens auf der Kanzel als „the beauty of holiness“ [z. Dt.: „Die Schönheit der Heiligkeit“] bekannt. Da Schönheit aber bekanntlich im Auge des Betrachters liegt, konzentrieren wir uns lieber auf ein paar andere interessante Fakten über Stillingfleet. Er war ein starker Verteidiger des Anglikanismus, galt als genialer Prediger – bei einer seiner Predigten waren so viele Menschen anwesend, dass es keinen Raum gab, als das sich auch nur ein einziger hätte niedersetzen können – und wurde von John Hough, einem britischen Bischof, als „fähigsten Mann seiner Zeit“ beschrieben.

Aber genug von Männern der Kirche! Mein zweiter Fakt dreht sich um einen Mann der einen Beruf innehatte, den viele von uns kennen. Wer schon einmal ein Nintendospiel in der Hand hatte, kennt ihn. Den freundlichen, italienischen Klempner Mario. Gut, in diesem Fakt geht es zwar nicht um Mario, dafür aber durchaus um einen Klempner. Sein Name war George Jennings. Eigentlich wollte ich euch nur darüber bereichten, dass er der Mann ist dem wir die Spühl-Toiletten zu verdanken haben. Doch dann habe ich mich ein wenig mehr über den Mann informiert und ich muss gestehen, dass ich nicht weiß wie ich seine ganze Geschichte in diesen Grüßen unterbringen soll. Er war … ein geschäftiger Mann, wenn man so sagen mag. So hatte er nicht nur 15 Kindern mit Mary Ann Gill – die ihm vier davon schenkte und im Alter von 31 Jahren verstarb – und Sophia Budd – welche zu jenem Zeitpunkt gerade einmal 16 Jahre alt war und ihm in Laufe der Jahre die restlichen 11 Kinder gebar – sondern gründete ebenfalls ’George Jennings South Western Pottery’, eine Manufaktur die Wasserklosetts, Salzglasurabflüsse, Sanitärrohre und Sanitärartikel bei Parkstone Pottery in Dorset herstellte und zudem über ihre eigene Dampflok verfügte.
Er verstarb im Jahr 1882 am 17. April oder besser gesagt heute vor 137 Jahren. Sein Tod folgte nach einem unglücklichen Unfall, bei dem sein Schlüsselbein brach. Zwar verlief seine Genesung zunächst nach Plan, doch als er drei Tage später gegen den Rat seines Arztes das Bett verließ, kam es zu einem Rückfall und eine Lungenstauung setzte ein. Er war 72 Jahre alt.

Heute hatte ich also die Geburt eines Mannes und den Tod eines anderen für euch dabei. Unterschiedlicher könnten die beiden Herren wohl kaum sein. Das einzige was sie verbindet, ist die Tatsache, dass sie beide Briten waren und irgendetwas mit dem 17. April zu tun hatten. Auch wenn unter sehr unterschiedlichen Umständen.

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Nikolai Romanow findet es nice!
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#45

RE: SISTERBOOK

in DREAMS IN LONDON 21.04.2019 15:22
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Sicher dachtet ihr euch "es ist Ostern, da lässt uns London mit den historischen Fakten doch sicher in Ruhe." Nun, da muss ich euch leider enttäuschen. Denn auch wenn wir nicht so oft, wie wir gerne würden dazu kommen euch zu schreiben, haben wir für heute doch etwas ganz interessantes dabei. Aber bevor ich darauf zu sprechen komme möchte ich euch doch zuerst ein wunderschönes Osterfest wünschen. Egal ob ihr es nun feiert oder ob ihr den Tag nur nutzt um einen leckeren Schokoladenhasen zu verspeisen, ich hoffe ihr habt einen wunderschönen Sonntag, den ihr wenn möglich mit euren Liebsten verbringen könnt.

Aber nun kommen wir zu dem Fakt den ich euch für heute mitgebracht habe. Keine Sorge, währen der Feiertage werde ich euch nicht mit mehr langweilen.
Auch die Menschen, die sich nicht für Ostern interessieren haben heute einen Grund um zu feiern. Denn am 21.04.1926 vor 93 Jahren wurde niemand anderes als Queen Elizabeth II. geboren. Es wird vermutlich niemanden wundern, wenn ich euch erzähle, dass sie mit 67 Jahren Amtszeit nicht nur das derzeitige längste Staatsoberhaupt der Welt ist sondern zudem auf Platz vier der längsten Regierungszeiten der Geschichte steht. Übertroffen wird sie in dieser Hinsicht nur von Louis XIV of France (72 Jahre Amtszeit, 1643 - 1715), Johann II von Liechtenstein (70 Jahre Amtszeit, 1858 - 1929) und Bhumibol Adulyadej of Thailand (70 Jahre Amtszeit, 1946 - 2016)
Ob sie in der Lage sein wird dieser Zahlen zu übertroffen kann nur die Zeit sagen, doch so wie es momentan aussieht plant sie bisher nicht das Zepter weiter zu geben.

In dieser Hinsicht "God save the Queen."

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